Weihnachtsmarkt

Nach zwei Jahren: Konzept für Siegener Weihnachtsmarkt steht

Der Weihnachtsmarkt in Siegen kehrt 2017 mit neuem Konzept und neuen Betreibern zurück auf den Schlossplatz. Die Beteiligten freuen sich auf viele Besucher und präsentieren eine der neuen Hütten.

Der Weihnachtsmarkt in Siegen kehrt 2017 mit neuem Konzept und neuen Betreibern zurück auf den Schlossplatz. Die Beteiligten freuen sich auf viele Besucher und präsentieren eine der neuen Hütten.

Foto: Jennifer Wirth

Siegen.   Der Weihnachtsmarkt feiert auf dem Siegener Schlossplatz sein Comeback. Neu ist dabei nicht nur die Eislaufbahn, sondern auch das Motto...

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Es war kein einfacher Weg, die Diskussionen intensiv und teils anstrengend: Doch nach rund zwei Jahren steht das neue Konzept für den Siegener Weihnachtsmarkt. Er kommt zurück auf den Schlossplatz – samt neuer Eislaufbahn (300 m²) und neuem Motto „Von Tradition, Bräuchen und Vielfalt“. Nichts soll mehr an das negative Image aus Zeiten der Bahnhofsstraße erinnern.

Stattdessen planen die Stadt und die neuen Betreiber Philip De Knuydt und Jan Klappert von 3e-Märkte einen „bewussten Kontrast zur Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes“ zu setzen. Und zwar in der Oberstadt. Ganzheitlich – in Verbindung mit dem Weihnachtsdorf.

Die Hütten

„Wir hatten billige Kirmesbuden hier stehen“, sagt Bürgermeister Steffen Mues nun bei der Vorstellung der neuen Hütten. „Wir haben festgelegt, dass die Stände ausnahmslos aus stimmungsvollen Weihnachtsmarkthäuschen bestehen müssen“, sagt Mues und ergänzte: „Es soll alles aus einem Guss sein.“ Denn das trage maßgeblich zum schönen Ambiente bei. Die Hütten lässt der Betreiber fertigen. „Derzeit sind 30 Hütten in der Produktion“, sagt De Knuydt. Insgesamt wird es aber rund 75 Stände geben in diesem Jahr. Zeitlich und finanziell sei es nicht möglich gewesen, alle Hütten sofort bauen zu lassen. Deshalb wird es 2017 noch Ausnahmen geben. „Die, die mit eigener Hütte kommen, müssen konkret dekorieren“, sagt der Betreiber. So will er sicherstellen, dass sich ein homogenes Bild ergibt.

Und noch etwas wird maßgeblich geändert: „Die Betreiber neigen dazu, mehr Bewirtschaftung zu machen. Aber dadurch geht das Ambiente verloren“, sagt Michael Groß vom Arbeitskreis Weihnachtsmarkt, der sich in sieben Sitzungen intensiv mit dem neuen Konzept beschäftigte. Deshalb gibt es eine 50:50 Regelung, sprich genauso viele (Kunst-)Handwerk-Stände wie Gastro-Hütten. Das hat nicht nur den Betreibern des Hauptmarktes, sondern auch der Immobilien- und Standortgemeinschaft Oberstadt (IGS) zu schaffen gemacht. „Die Regelung umzusetzen war schwierig, aber es hat geklappt“, sagt Thiemo Brinkmann von der IGS, die das Weihnachtsdorf organisiert.

Der Aufbau

Der neue Markt soll sich demnach in den ersten Jahren auf die Kölner Straße, die Alfred-Fißmer-Anlage (Weihnachtsdorf unterm Krönchen) und den Hauptmarkt am Unteren Schloss fokussieren. Dort wird es die Stände geben. Die Bahnhofstraße, Brüder-Busch-Straße, Siegbrücke und Oberstadtbrücke werden einbezogen, indem es Dekoration und Beleuchtung gibt. Damit soll den Besuchern der Weg in die Oberstadt gewiesen werden.

Die Beleuchtung

240 000 Euro kostet die neue, professionelle und extra angefertigte Weihnachtsbeleuchtung. Dafür wurde Geld gesammelt und ein Verfügungsfonds eingerichtet, durch den Fördermittel generiert werden konnten. „Die Beleuchtung spricht die Herzen der Menschen an und ist ein ganz wichtiges Element“, sagt Gerald Köhn von der Wirtschaftsförderung. Es wird einen „Sternenzauber“ und beleuchtete Prachtbäume geben. Die LED-Technik wird auch an den Brücken eingesetzt.

Das Programm

Im Weihnachtsdorf bleibt es bei dem gewohnten Programm: Der Freitag ist für Newcomer reserviert, der Samstag für bekannte Bands und Solokünstler.

In der Kölner Straße wird es samstags Walkacts geben, sagt Organisatorin Katja Fünfsinn. „Zum Beispiel einen überdimensional großen Schneemann oder Singer-Songwriter-Gruppen.“ Auch ein Nikolaus-Lichterzug ist am 6. November vorgesehen.

Auf dem Schlossplatz gibt es eine Weihnachtsbäckerei, die samstags als Märchen- oder Bastelstube umfunktioniert werden kann. Auf einer Aktionsfläche werden Handwerker samstags ihr Können zeigen. Auf der großen Bühne gibt es (bis auf dienstags) wechselndes Programm: montags ist Familientag, mittwochs stehen Jazz und Blues im Fokus. Donnerstag ist der interaktive Tag – Rudelturnen und Singen stehen auf dem Plan. Freitags gibt es Blasmusik und Samstags treten bekannte Bands auf. Sonntags wird gebacken, es gibt ein Date mit dem Weihnachtsmann und auch eine irische Band spielt.

Auf dem Eis sind Aktionen geplant, die die Veranstalter noch nicht preis geben möchten. „Lassen Sie sich überraschen“, sagt De Knuydt.

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