Nachhaltigkeit

Netphen gewinnt Schulwettbewerb des Bundespräsidenten

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Ministerin Svenja Schulze (links) gratuliert dem Team aus Netphen.

Ministerin Svenja Schulze (links) gratuliert dem Team aus Netphen.

Foto: Merlin Nadj-Torma

Netphen/Berlin.  Die Ruanda AG des Gymnasiums Netphen ganz oben auf dem Siegertreppchen: Sie weiß, was Glück und Nachhaltigkeit verbindet.

Due Ruanda AG des Gymnasiums Netphen hat den Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik gewinnen. In „alle für Eine Welt - Eine Welt für alle“ wurden die Mädchen und Jungen Sieger in der Jahrgangskategorie 5 bis 7. Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze übergab ihnen in Berlin den mit 2000 Euro dotierten Preis: „Echt beeindruckend“ sei die Arbeit der Netphener, sagte sie.

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Über 230 Schülerinnen und Schüler wurden ausgezeichnet, einige tausend hatten sich im Wettbewerb mit den globalen Herausforderungen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung befasst.

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Auf Augenhöhe Austausch über Glück

Bereits in den letzten beiden Wettbewerbsrunden konnte die Ruanda-AG des Gymnasiums Netphen die Jury mit ihrer gelungenen partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Root Foundation in Ruanda überzeugen. Auch in der aktuellen Runde setzte die Schule diesen Austausch fort – und wurde für die stetige Intensivierung der Zusammenarbeit nun endlich mit dem ersten Platz belohnt.

In ihrem aktuellen Beitrag beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler beider Länder mit der Emotion „Glück“ und setzten diese in Bezug zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Dabei haben sie unter anderem ein gemeinsames Drehbuch für ein Glücks-Märchen entworfen. Die Jury begeisterte vor allem die außergewöhnliche Herangehensweise der Schülerinnen und Schüler an die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung „über das ungewöhnliche wie zugleich alltagsgegenwärtige Thema Glück“. Außerdem würdigte sie das Projekt als „hervorragendes Beispiel für einen Austausch auf Augenhöhe“.

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Nachhaltigkeit: Da kann Deutschland von Ruanda lernen

Als das Projekt im Zuge der Corona-Pandemie mehrfach ausgebremst wurde, haben die Schülerinnen und Schüler kreative Alternativen entwickelt: Sie sammelten Müll und pflanzten Bäume. Für Erwachsene haben sie einen Nachhaltigkeits-Workshop entwickelt – „da ist Ruanda wirklich ein Vorbild“, sagt Lehrerin Ursula Wussow, die die AG gemeinsam mit der Theaterpädagogin Giulia Gendolla leitet. Die Tanzworkshops und die Glücksmärchen werden gerade Teil eines Theaterstücks.

Ministerin Schulze „Die großen Zukunftsfragen, die auch die junge Generation t umtreiben, sind nur im globalen Miteinander zu lösen. Man kann darum gar nicht früh genug damit anfangen, sich mit Entwicklungspolitik zu beschäftigen.“

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