Freizeitpark

Netphener Trampolinhalle ist im Oktober betriebsbereit

Trampolinhalle Netphen Brauersdorf Freizeitpark FON

Trampolinhalle Netphen Brauersdorf Freizeitpark FON

Foto: Stadt Netphen

Netphen.   Planung für neue Eishalle wird vorbereitet. SPD will nur zustimmen, wenn sich die Stadt nicht neu verschuldet

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Die Trampolinhalle im Freizeitpark ist zum 1. Oktober betriebsbereit. Eröffnet werde die Einrichtung aber erst, wenn die Brauersdorfer Straße wieder offen ist: „Das wäre sonst ein schlechter Start“, sagte Bernd Wiezorek, der als Architekt vom Rathaus aus den Umbau der neuen Einrichtung der Freizeitpark Obernautal GmbH (FON) leitet.

Ein Unternehmen aus den Niederlanden wird Mitte August mit der Montage der für die ehemalige Tennishalle konzipierten Anlage beginnen. „Absolutes Highlight“ werde die „B-Bounce-“-Anlage sein, kündigte Wiezorek im Rat an: ein Hindernisparcours, der mit Trampolinsprüngen überwunden wird — „die erste Anlage dieser Art in Deutschland“. Weitere besondere Attraktion soll die Ninja-Warrior-Strecke werden: Mit Seilen und in Netzen hangeln und klettern die Teilnehmer an einer Hindernisstrecke entlang, mit gesteigerten Schwierigkeitsgraden. „Das Ziel ist, so weit wie möglich zu kommen, bevor man abspringt.“ Zeitmessung ist inbegriffen, „vielleicht kann man irgendwann mal Stadtmeisterschaften austragen.“ In mehreren Varianten vorgesehen sind auch die Möglichkeiten zum einfachen Springen, bis hin zum Sprung aus drei Metern Höhe in das doppelte Luftkissen: „Die größte Höhe, die zulässig ist.“

Skeptische Stimmen zur Eishalle

„Die Ratsmitglieder sind schon ganz unruhig“, stellte Bürgermeister Paul Wagener nach Wiezoreks Vortrag fest, „das wird seine Gründe haben.“ Dabei blieb offen, ob das an der Nachvollziehbarkeit der artistisch-akrobatischen Bewegungsabläufe (Wiezorek: „Salto oder Flic Flac, für Leute die’s können“) lag oder an den Zweifeln am Ertrag der 2,1-Millionen-Euro-Investition. Die soll nämlich dazu beitragen, dass der Sportpark sich — nach dem Ausstieg der privaten Betreiber — rechnet und zudem noch das Defizit des Freizeitbades verringert, das nun zum selben stadteigenen Betrieb gehört.

Die Renovierung des bisherigen Tennis-, Soccer- und Fitnessbereichs mit der Einrichtung der Trampolinhalle soll nach Vorstellungen der Verwaltung ein erster Schritt sein. Der zweite ist der Neubau der Eishalle und die Neuanlage des Bewegungsparks im Außenbereich. Bis Ende Juni soll gerechnet werden, danach muss der Rat über die Planung beschließen. Manfred Heinz (SPD) stellte klar, dass seine Fraktion nur zustimmen werde, „wenn die Zuschüsse fließen“.

Denn am Donnerstag musste der Rat auch die Jahresrechnung für 2017 zur Kenntnis nehmen: mit schwindender Rücklage, zu geringem Investitionen und daher insgesamt abnehmendem Wert des städtischen Sachvermögens. Wolfgang Decker (CDU) hatte in die Zukunft gerechnet: „In 18 Jahren haben wir nichts mehr.“ Vor diesem Hintergrund und auch wegen der zusätzlichen Kassenkredite, mit denen die laufenden Ausgaben bezahlt werden, zog Manfred Heinz (SPD) eine Grenze beim Engagement für eine neue Eishalle, deren Kosten schon einmal auf 4,5 Millionen Euro geschätzt wurden: „Dafür dürfen wir uns keine Neuverschuldung leisten.“

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