Energie

Neue Heizzentrale für Hilchenbacher Schulen und Turnhallen

Genug Holz zum Heizen: Bürgermeister Holger Menzel (Zweiter von rechts) mit Planern, Betreibern und Rektorin Renate Setzer (Zweite von links).

Genug Holz zum Heizen: Bürgermeister Holger Menzel (Zweiter von rechts) mit Planern, Betreibern und Rektorin Renate Setzer (Zweite von links).

Foto: Stadt Hilchenbach

Hilchenbach.  Die zwei Schulen und drei Turnhallen auf dem Schulhügel erhalten Nahwärme und Wasser von einer Tochterfirma der Stadtwerke Krefeld (SWK Energie).

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Die Nahwärmeinsel steht: Die zwei Schulen und drei Turnhallen auf dem Schulhügel erhalten Wärme und warmes Wasser aus der neuen Heizzentrale, die von einer Tochterfirma der Stadtwerke Krefeld (SWK Energie) betrieben wird und jetzt an das neue, 500 Meter lange Netz gegangen ist.

„Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und eine Reduzierung des Primärenergieverbrauchs waren maßgebend bei unserer Entscheidung zur Energieoptimierung mit diesem sicheren und gleichzeitig günstigen System der zentralen Wärmeversorgung“, sagt Bürgermeister Holger Menzel. Wichtig sei auch, dass an der Umsetzung des Projektes sowie den Wartungen der Anlage Betriebe aus der Region beteiligt sind.

Die Heizzentrale steht auf einer Fläche von etwa 300 Quadratmetern und umfasst den Holzkessel mit einer Leistung von 400 Kilowatt, einen Pufferspeicher für 50.000 Liter bis 90 Grad warmes Wasser sowie das Holzschnitzellager. „Zusätzlich zur Heizzentrale wurden noch zwei kleinere Pufferspeicher für insgesamt 4000 Liter Wasser im Heizungskeller der Realschule errichtet“, erklärt Sebastian Horn, technischer Projektleiter bei der SWK. „Bei Bedarf können auch immer noch die Heizkessel in den Schulgebäuden zugeschaltet werden.“

Kosten- und klimaneutral

„In Hilchenbach haben wir etwa eine Million Euro investiert und betreiben nun über einen Zeitraum von 15 Jahren eine innovative und umweltfreundliche Nahwärmeversorgung, mit der eine hohe CO2-Einsparung verbunden ist“, sagt Christian Hibbeln, kaufmännischer Projektleiter der SWK. Es gebe viele Städte und Gemeinden in denen, wie in Hilchenbach, mehrere öffentliche Gebäude in räumlicher Nähe stehen. „Wir hoffen, dass das Beispiel Schulhügel Hilchenbach dazu führt, dass wir noch weitere Lösungen zur Energiewende vor Ort in den Städten und Gemeinden umsetzen können und mit unseren umweltfreundlichen Nahwärmeversorgungen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

„Eins ist uns allen im Jahr 2018 bewusst geworden: Der Klimawandel kommt mit Wucht auf uns zu“, sagt Bürgermeister Holger Menzel. Nach monatelanger Trockenheit spüre selbst das sonst so verregnete Siegerland, was es bedeute, wenn das lebensnotwendige Nass nicht mehr vom Himmel falle „und wir bis tief in den November hinein Temperaturen wie sonst manchmal im Frühsommer haben“, sagte Menzel. „Wir sollten unseren Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgase leisten, um uns von unseren Kindern nicht irgendwann sagen zu lassen, dass wir nichts gegen den Klimawandel getan haben.“

Hilchenbach habe mit der Realisierung der Nahwärmeversorgung auf dem Schulhügel erneut ein solches Projekt erfolgreich abgeschlossen – und das sogar kostenneutral. Eingespart würden dadurch aber nicht nur rund 300.000 Kilowattstunden pro Jahr beim Energieverbrauch, sondern etwa 80 Prozent der bisherigen CO2-Belastung.

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