Kriminalität

Neunkirchener (30) wegen illegaler Darknet-Plattform in Haft

Darknet wird der Teil des Internets genannt, der über Suchmaschinen nicht zu finden ist.

Darknet wird der Teil des Internets genannt, der über Suchmaschinen nicht zu finden ist.

Foto: Ingo Otto

Neunkirchen.   Zusammen mit einem Komplizen soll der Mann en Handel mit Drogen, Schmuck und gefälschten Dokumenten über „Hansa Market“ organisiert haben.

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Ein 30-jähriger Mann aus Neunkirchen steht unter dringendem Tatverdacht, im Darknet genannten versteckten Teil des Internets im großen Stil den illegalen Handel mit Drogen, Waffen, Schmuck und gefälschten Dokumenten organisiert zu haben.

Zusammen mit einem Komplizen aus Köln habe der Mann die Plattform „Hansa Market“ betrieben, Ermittler aus den USA, den Niederlanden, Sachsen und Bayern verfolgten die Spur. Der Mendener IT-Forensiker Karsten Zimmer lieferte den Europol-Ermittlern den entscheidenden Hinweis: Bei der Überprüfung der Rechner der Mitarbeiter eines Unternehmens war Zimmer auf die verbotene Plattform gestoßen.

Der 52-Jährige: „Ein Zufallstreffer. Der Mann hatte illegal Kinderpornos heruntergeladen. Sein Rechner war mit Viren verseucht.“ Die Männer sitzen seit dem 21. Juni in Untersuchungshaft. In den Niederlanden, Deutschland und Litauen wurden außerdem Server, Rechner und Festplatten beschlagnahmt. 10 000 Adressen liegen Europol vor. Die Kunden müssen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.

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