Teilhabe

Ohne Hindernisse durch Hilchenbach: Rollstuhlweg beschildert

Hilchenbach hat dank einiger Sponsoren wieder neue, lesbare Schilder für die Rollstuhlwege bekommen. Die Mitglieder des Arbeitskreises Barrierefreiheit und die Sponsoren freuen sich sehr über die gute Zusammenarbeit.

Hilchenbach hat dank einiger Sponsoren wieder neue, lesbare Schilder für die Rollstuhlwege bekommen. Die Mitglieder des Arbeitskreises Barrierefreiheit und die Sponsoren freuen sich sehr über die gute Zusammenarbeit.

Foto: Jennifer Wirth

Hilchenbach.   Der Projektarbeitskreis Barrierefreiheit freut sich über neue Schilder für fünf Rollstuhlwege durch Hilchenbach. Kleine Dreiecke weisen den Weg.

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Sie sind relativ klein, leuchtend blau und haben rund 1500 Euro gekostet: Hilchenbach hat neue Schilder. Sie weisen die fünf Rollstuhlwege aus. Das sind barrierefreie Wege, die von bewegungseingeschränkten Menschen genutzt werden können. „Die Schilder hat der Baubetriebshof angebracht“, so die Ehrenamtbeauftragte der Stadt, Gudrun Roth. Gesponsert wurden sie von Stadtsparkasse, Celenus-Fachklinik und Kneippverein. Der passende Wegweiser in Form einer Karte ist als Flyer kostenlos bei der Stadt erhältlich. Er zeigt nicht nur Wege auf, sondern auch behindertengerechte Toiletten, Parkplätze und barrierefreie öffentliche Gebäude.

Der Arbeitskreis

Verantwortlich dafür ist der Projektarbeitskreis Barrierefreiheit. Die Mitglieder um Ehrenamtbeauftragte Roth beschäftigen sich damit, Möglichkeiten zu finden und aufzuzeigen, wie die Stadt barrierefreier werden kann. Der Kreis ist aus der Demografie-Initiative Hilchenbach entstanden und besteht aus Mitgliedern von Selbsthilfegruppen, Verbänden, Senioreneinrichtungen, Vereinen der lokalen Behindertenhilfe, Ehrenamtlichen, Vertretern der Klinik für Neurologie und der Stadtverwaltung. Sie alle möchten für das Thema Teilhabe und Barrierefreiheit sensibilisieren. Deshalb gab es bereits einige Aktionen. „Wir wollen das Gespräch suchen. Oft denkt man sich als gesunder Mensch nichts dabei“, so Gudrun Roth. Doch für eine gelungene Teilhabe seien barrierefreie Zugänge wichtig.

Online befüllt der Kreis Listen mit gut zugänglichen Restaurants, Ärzten oder Einkaufsläden. Diese sollen nun auf den aktuellen Stand gebracht werden. Auch die Beschilderung ist nicht neu: Sie wurde laut Gudrun Roth bereits 2010 angebracht – die alten Schilder waren verblasst und wurden erneuert.

Die Wege

Die Wege sind durchgängig ausgeschildert. Kleine farbige Dreiecke zeigen an, auf welcher Route sich die Person gerade befindet und in welche Richtung es weitergeht. Ein Auszug: Klinik – Marktplatz – Klinik: Der orange-farbene Weg ist rund 1,2 Kilometer lang und führt von der Neurologischen Fachklinik über Ferndorfstraße und Dammstraße in die Unterzeche. Dann geht es zum Markt und wieder zurück über die Dammstraße.

  • Klinik – Gerberpark – Marktplatz – Klinik: 1,6 Kilometer, blaue Route.
  • Klinik – Bahnhof – Klinik: 1,7 Kilometer, grüne Route.
  • Klinik – Helberhausen – Klinik: 3,8 Kilometer mit Steigung (deshalb Benutzung nur mit Begleitperson), rote Route.
  • Um die Breitenbachtalsperre: 5,2 Kilometer, lila-farbene Route.

>>>>INFO: Regelmäßige Treffenzum Austausch

Der Projektarbeitskreis Barrierefreiheit trifft sich einmal pro Quartal im Hilchenbacher Rathaus (Raum 204). Derzeit wirken 14 Menschen mit und engagieren sich ehrenamtlich. Neue Mitglieder sind stets willkommen und können sich bei Gudrun Roth von der Stadt melden: 02733/288 229.

Auf der Webseite der Stadt gibt es unter dem Suchbegriff „barrierefrei“ weitere Informationen zum Thema.

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