Elektromobilität

Post stellt Briefe im Siegerland mit Streetscooter zu

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Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion begutachteten die neuen, rein elektrisch betriebenen Post-Streetscooter und dürfen sogar Probe fahren.

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion begutachteten die neuen, rein elektrisch betriebenen Post-Streetscooter und dürfen sogar Probe fahren.

Foto: Jürgen Schade

Freudenberg.  28 elektrische Streetscooter stellen die Post zu. SPD-Kreistagsfraktion informiert sich am Zustellstützpunkt Freudenberg über die neuen Fahrzeuge.

Die Deutsche Post/DHL hat ihre neuen Elektrofahrzeuge für die Zustellung, die sogenannten Streetscooter, auch in Siegen-Wittgenstein in Betrieb genommen: kreisweit sind 28 E-Autos in der Zustellung eingesetzt, davon 14 in Freudenberg, zehn in Bad Berleburg und vier in Erndtebrück. Ziel ist es, langfristig alle Dieselfahrzeuge zu ersetzen. Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich jetzt am Zustellstützpunkt Freudenberg ein Bild von den Fahrzeugen gemacht.

„Die maximale Reichweite des Fahrzeugs beträgt bis zu 80 Kilometer“, so Post-Pressesprecher Alexander Böhm, man gehe von einer Lebensdauer von zehn Jahren aus – bei Karosserie und Akkus. Die werden über Nacht auf dem Zustellstützpunkt geladen – was übrigens auch beim Bergab-Fahren erfolgt.

Besonders geeignet für Start-Stopp-Verkehr

Heute fahren rund 2500 Streetscooter für die Post, überwiegend in Deutschland. „Bis Jahresende sollen es 5000 sein“, so Böhm. Die Elektrofahrzeuge eigneten sich insbesondere für Fahrten in der Stadt mit ausgeprägtem Start-Stopp-Verkehr. Die Streetscooter sind fast vollständig emissionsfrei, bei Schadstoffen und Lärm. Laut Böhm muss ein Streetscooter während der Zustellung pro Tag bis zu 300 Stopp- und Anfahrvorgänge bewältigen – an bis zu 300 Tagen im Jahr.

Kirsten Justus, Abteilungsleiterin Auslieferung, ist überzeugt, dass die „Kinderkrankheiten“ der Fahrzeuge überwunden seien: Durch Feedback der Zusteller, Servicewerkstätten vor Ort und laufende Softwareupdates.

Umdenken durch Umweltauflagen

Laut Bernd Dietrich, Politikbeauftragter der Post, hätten Probleme bei der Zustellung in Innenstädten – nur zu bestimmten Zeitfenstern, strenge Umweltauflagen – zum Umdenken im Unternehmen geführt. Nachdem man bei den großen Automobilherstellern vergeblich angeklopft habe, sei die Post bei Streetscooter in Aachen eingestiegen und stelle die Fahrzeuge nun zusammen mit der Universität Aachen maßgeschneidert selbst her. Die E-Autos werden in Serie produziert und auch an externe Kunden verkauft. Auch Zustell-E-Bikes hat die Post im Sortiment.

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