Tristan Irle

Ralf Strackbein veröffentlicht seinen 27. Tristan-Irle-Roman

27. Tristan-Irle-Krimi von Ralf Strackbein

Ralf Strackbein liest aus seinem neuen Heimatkrimi "Tristan Irle - Der Luther-Anschlag". Am Erscheinungstag, Donnerstag, 12. Oktober 2017, findet um 20 Uhr auch die erste Lesung in der Siegener Nikolaikirche statt. Video: Flemming Krause
Video: Flemming Krause Di, 10.10.2017, 16.07 Uhr

27. Tristan-Irle-Krimi von Ralf Strackbein

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Siegerland.   Ralf Strackbein präsentiert in der Nikolaikirche seinen neuen Siegerländer Krimi-Roman. Thematisch greift das Werk das Reformationsjubiläum auf.

Dieses Jahr ist ein besonderes für die Evangelische Kirche: Bekanntlich feiert sie den 500. Jahrestag der Reformation. Für Ralf Strackbein, Krimiautor aus dem Siegerland, ist – oder besser war – dieses Jubiläum Fundament für seinen neuesten, bereits 27. Tristan-Irle-Roman, der heute auf den Markt kommt. Der Titel: „Der Luther-Anschlag“. „Da wir hier in einer pietistischen Region leben, habe ich mir gedacht: Mensch, da musst du mal eine Geschichte drüber schreiben“, so Strackbein. Im Januar begann er mit der Recherche, seit kurzem ist der rund 270-seitige Roman fertig. Am Donnerstagabend, 12. Oktober, präsentiert er ihn bei einer Lesung in der Nikolaikirche (20 Uhr) erstmals der Öffentlichkeit. Hier vorab die wichtigsten Eckdaten:

Der Inhalt

Zunächst zum Titel: „Der Luther-Anschlag“ bezieht sich eben nicht auf den großen Reformator, sondern auf den Protagonisten Martin Lukas Luther, ein ehemaliger Juwelier und Protestant – und gleichzeitig das Opfer des Romans. Das Synodenmitglied wird gemeinsam mit katholischen und evangelischen Kirchenmitgliedern zu einem Gedankenaustausch in ein abgelegenes Ferienlager nach Bad Berleburg eingeladen, „um dort über die Ökumene zu sprechen“, sagt Strackbein.

Dieser Austausch gerät schnell außer Kontrolle, da Martin Lukas mit „extremen Äußerungen“, soviel verrät der Autor, den Unmut seiner Kollegen auf sich zieht – und am Ende getötet wird. Was dann folgt, ist Lesern von Strackbeins Geschichten bereits bekannt: Der Privatdetektiv Tristan Irle nimmt die Ermittlungen auf. „Und wie das so ist, gibt es natürlich tausend Wendungen in dem Fall.“

Die Stilform

Den Krimi als populärste Literaturform erkor Strackbein schon früh zu seinem Stilmittel. Mehr noch: Er spezialisierte sich auf den Rätselkrimi – nach dem Vorbild Agatha Christies. Der Aufbau seiner Geschichte(n) ist wie folgt: Ziemlich zu Beginn des Romas geschieht ein Mord, danach fängt Tristan Irle mit seinen Recherchen an. „Dabei erhält er Informationen, die auch der Leser sofort bekommt“, erläutert Strackbein, „irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo der Detektiv eine heiße Spur aufnimmt und er quasi gemeinsam mit dem Leser den Fall löst.“

Wer nicht miträtseln wolle, könne sich einfach leiten und überraschen lassen. „Meine Erfahrung nach 27 Jahren als Autor zeigt, dass die Leser nach einer gewissen Zahl an Seiten ein Gefühl dafür brauchen, ob sie mit ihren Vermutungen, wer der Täter sein könnte, auf der richtigen Spur sind.“

Die Recherche

„Sie ist der schönste Teil, denn da kann ich selber Detektiv sein“, beteuert der Autor. Bei seinem aktuellen Werk sei die Recherche einfach gewesen, weil Strackbein über genügend Grundwissen verfügte. „Als Protestant bin ich im Siegerland mit dem christlichen Glauben groß geworden“, sagt er. Er setzte sich mit einem heimischen Pfarrer zusammen, las sich die 95 Thesen nochmal durch, schaute sich detailliert den Aufbau der Kirche an und begutachtete das Freizeitgelände in Bad Berleburg. „Ich brauchte einen Ort, der unheimlich ist und abseits liegt. Er musste geeignet sein für einen Mord.“ Diesen Ort hat er gefunden...

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