Zukunftsnetz Mobilität NRW

Rat debattiert über Verkehrspolitik

Im Freudenberger Rathaus möchte der Rat Lösungen für eine „grüne Zukunft“ finden.

Im Freudenberger Rathaus möchte der Rat Lösungen für eine „grüne Zukunft“ finden.

Foto: Otmar Kuhn

Freudenberg.   Das Referat zum Thema „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ sorgt grundsätzlich für Zustimmung. Der eine oder andere Kritikpunkt bleibt aber nicht aus.

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Seit März 2017 ist Freudenberg eines von mittlerweile 62 regionalen Mitgliedern im „Zukunftsnetz Mobilität NRW“. In diesem Zusammenschluss sollen Städte, Gemeinden und Kreise bei einer intelligenten Verkehrswende unterstützt, das Thema Mobilität aus verstaubten Konzepten in die „grüne“ Zukunft überführt werden.

Wie diese Lösungen aussehen können, was die Kommunen angehen müssen und verändern könnten, darüber sprach „Zukunftsnetz“-Mitarbeiter Andreas Falkowski am Mittwoch im Freudenberger Rat. Er zeigte unter anderem die Siegplatte in der Kreisstadt als herausragendes Beispiel für die Beseitigung der Spuren überholter Verkehrsplanung und des Gewinns neuer Lebensqualität auf und ermunterte die Ratsmitglieder, sich entsprechende Projekte für Freudenberg zu überlegen. Dabei komme es neben Anreizen wohl letztlich auch nicht ohne Einschränkungen aus, wie etwa Parkgebühren oder den langsamen Abbau öffentlicher Parkflächen. Die Mitgliedschaft im Netzwerk sei kostenlos, allerdings mache es Sinn, eine spezielle Kraft speziell für diese Aufgaben abzustellen.

Grundsätzlich stimmten die Fraktionen dem Vorhaben zu, ließen allerdings auch in unterschiedlicher Intensität Kritik durchblicken. Für die CDU etwa suchten Kornelia Busch-Pfaffe und der Vorsitzende Christoph Reifenberger nach konkreten Entwicklungsmöglichkeiten für Freudenberg, beziehungsweise, ob es in dieser Hinsicht Beratung durch die Ansprechpartner wie ihn gebe. Da musste Falkowski verneinen, verwies aber auf Broschüren, allgemeine Weiterbildungsangebote sowie einen speziellen Lehrgang, an dem auch der Freudenberger Jochen Simon in diesem Sommer teilnehmen will. Endgültige Förderrichtlinien seien noch in Arbeit, da müssten die Stadtverordneten einfach die Augen aufhalten.

„Freudenberg eigentlich schon viel weiter“

Arno Krämer (SPD) erinnerte an diverse Vorstöße seiner Fraktion und Partei aus den vergangenen Jahren, bereits ein Verkehrskonzept für Freudenberg aufzustellen. Die seien immer abgelehnt beziehungsweise auf die lange Bank geschoben worden. Jetzt werde wieder über Grundlagen gesprochen, „dabei sind wir in Freudenberg doch eigentlich schon viel weiter.“

Grundsätzlich begrüße die SPD die Initiative natürlich und werde sie auch unterstützen, trotz aller Kritik, meldete er sich später noch einmal zu Wort, nachdem Uli Haas es für nötig gehalten hatte, die Verkehrspolitik der Region grundsätzlich zu verdammen. In Siegen werde durch falsche Ampelschaltungen praktisch alles zum Stoppen gebracht, auf der Schiene setze er sich nun seit Jahren vergeblich für vernünftige und schnelle Anbindungen nach Köln oder Frankfurt ein. Nichts funktioniere „und wir werden ständig hinten rumgehoben“, das solle Falkowski seinen Vorgesetzten doch erst einmal mitnehmen, polterte Haas.

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