Feuer

Schwarze Rauchsäule über Uni Siegen – Feuer unter Kontrolle

Siegen.  Über dem Campus der Uni Siegen stieg am Mittwoch eine schwarze Rauchsäule in den Himmel. Bei Dacharbeiten war ein Gebäude in Brand geraten.

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Ein Großaufgebot der Feuerwehr hat am Mittwochnachmittag, 17. Oktober, einen Brand auf dem Dach der Uni Siegen (Campus Adolf-Reichwein-Straße, AR) gelöscht. Das Gebäude wird derzeit umfassend renoviert, bei den Arbeiten waren nach ersten Erkenntnissen Schutzmatten oberhalb des Dämmmaterials in Flammen aufgegangen.

Schwarze Rauchsäule reichte in den Himmel

Der Brand breitete sich rasch aus und es stieg eine hohe schwarze Rauchsäule über dem markanten Turm auf dem Haardter Berg auf.

16.19Uhr. Die Nachricht der Leitstelle geht über den Pieper: „Feuer 5“, höchste Alarmstufe, Flammen und Rauch am AR. Derzeit wird die Fassade dieses Gebäudeteils erneuert, auch auf dem Dach werden Arbeiten durchgeführt. Hier soll ein schweres Gerät für die Lüftungsanlage hin. Die Matten sind möglicherweise bei Schweißarbeiten in Brand geraten. Der Kunststoff jedenfalls enthält Bitumen, daher die schwarze Rauchsäule, die bis zur A45 zwischen Olpe und Freudenberg zu sehen ist, wie ein Nutzer bei Facebook schreibt

Besonderer Alarmplan für die Universität Siegen

Für die Universität gilt ein besonderen Alarmplan, erklärt der Leiter der Siegener Feuerwehr, Matthias Ebertz, der als Einsatzleiter vor Ort ist: Wenn hier etwas passiert, schickt die Feuerwehr im Grunde alles, was sie hat. An der Hochschule sind hunderte Menschen auf vergleichsweise engem Raum, das Semester hat gerade begonnen. Auch Polizei- und Krankenwagen sind verstärkt zur Adolf-Reichwein-Straße gefahren. Ein Glück: Das Feuer ist dort ausgebrochen, wo außer den Arbeitern niemand ist: Auf dem Dach des K-Trakts, oben auf der Baustelle.

16.29Uhr. Nach nur zehn Minuten treffen die ersten Feuerwehrkräfte ein. Die Löschgruppen Weidenau, Geisweid und Dreis-Tiefenbach sind am nächsten dran und als erste da, weitere Züge rücken noch nach. Die Polizei errichtet Absperrungen, während die Einsatzkräfte ihr Gerät ausladen, die Drehleiter ausrichten, den Löschangriff über die Höhe zehn Stockwerke vorbereiten und durchs Treppenhaus nach oben vordringen. Matthias Ebertz schwingt sich in einen der Baukräne, koordiniert seine Leute von der Befehlsstelle in der schwebenden Gondel aus.

Fotos vom Turm mit Rauchsäule machen die Runde

„Hatte ich auch noch nicht“, stellt er nachher nüchtern fest – aber das sei durchaus von Vorteil: „Ich hatte den totalen Überblick.“ Unter ihm schlagen Flammen aus dem schwarzen Rauch, die Feuerwehrleute gehen mit Wasserschläuchen dagegen vor. Überall versammeln sich Studierende, Mitarbeiter der Hochschule an den Fenstern und Balkonen, in Windeseile ist das Internet, sind die sozialen Netzwerke voller Fotos des markanten blauen Turms, über dem die schwarze Rauchfahne aufsteigt.

16.48Uhr. Die hochschlagenden Flammen sind aus, weitgehend, eine halbe Stunde etwa nachdem Alarm gegeben wurde. Einige Brandherde kokeln weiter innen noch vor sich hin, die Feuerwehr setzt Schaum ein, um wirklich alle Glutnester abzulöschen.

18.06Uhr. „Feuer aus, niemand verletzt“, teilt die Feuerwehr Siegen via Facebook mit. Jetzt beginnt die Aufarbeitung, die Höhe des Sachschadens wird noch untersucht. Allzu hoch dürfte er zumindest an der Fassade nicht liegen: Das Blech ist zwar rußgeschwärzt. Aber in wenigen Tagen wird es sowieso demontiert.

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