Feuerwehr

Renovierter Lichtmast wieder im Dienst der Feuerwehr Netphen

Dank an die Helfer der Feuerwehr Dreis Tiefenbach: Sie haben den Lichtmast-Anhänger renoviert.

Dank an die Helfer der Feuerwehr Dreis Tiefenbach: Sie haben den Lichtmast-Anhänger renoviert.

Foto: Jürgen Schade / Westfalenpost

Dreis-Tiefenbach.  Feuerwehrleute entstauben hilfreiches Gerät und erweitern es mit moderner Technik. Der Lichtmast kann bis zu zehn Meter ausgefahren werden.

Der normale Bürger kann sich unter einem „LiMa“ nichts vorstellen, nur eingefleischte Feuerwehrmänner und -frauen wissen, worum es sich handelt: Mit LiMa bezeichnet man einen Lichtmast auf einem Anhänger.

Laut Oberbrandrat Thomas Tremmel, Amtsleiter des Brand- und Bevölkerungsschutzes sowie Rettungswesens im Kreis Siegen-Wittgenstein, gab es im vergangenen Jahr beim Großbrand des Reiterhofs in der Dautenbach folgenden Funkspruch: „Leitstelle Siegen von Florian Siegen 13-LF 10-01“. „Hier Leitstelle: Kommen Sie?“ „Hier Florian Siegen 13-LF-10-01 mit Rückmeldung: Pferdestallungen brennen in voller Ausdehnung und wir brauchen dringend den LiMa?“ „Hier Leitstelle: Welchen LiMa – wir haben keinen LiMa!“. „Hier Florian Siegen 13-LF 10-01 Wir hatten doch mal einen!“ Leitstelle: „Warten Sie!“

Manch einer erinnert sich da vielleicht an den Film „Der Schuh des Manitu“ von Bully Herbig – auch wenn es da um ein Kriegsbeil ging. Nun hat das „Warten“ ein Ende. Denn bei dem „LiMa“ handelt es sich um den Lichtmast auf einem Anhänger, den die Feuerwehr Siegen einmal hatte. Der Mast aus dem Jahr 1986 hat der Feuerwehr Siegen bei Einsätzen große Dienste geleistet, besonders wenn nachts Einsatzstellen ausgeleuchtet werden mussten. Doch nach mehr als 20 Jahren war der Lichtmast auf einmal verschwunden. Erst beim Großbrand in der Dautenbach im vergangenen Jahr erinnerten sich alt eingesessene Feuerwehrleute an dem Lichtmast. Doch wo war das Ding? Nach reichlich Recherche fand man den Lichtmast in der kreiseigenen großen Halle in der Numbach gleich neben den Hallen des Technischen Hilfswerks in der hinteren Ecke – verstaubt, verdreckt und defekt.

Große Leistungsfähigkeit

Hier kommt nun auch Thomas Weis, Einheitsführer vom Löschzug Dreis-Tiefenbach mit ins Spiel, denn über den Bürgermeister der Stadt Netphen, Paul Wagener, sowie dem Leiter der Feuerwehr Netphen, Sebastian Reh, ist der Lichtmast nach Dreis-Tiefenbach gekommen. Und dort legten sich die Feuerwehrleute Robin Frank, Sebastian Morsch, Sören Nöh, Andréj Schütz und Thomas Weis mächtig ins Zeug: Der Lichtmastanhänger wurde reaktiviert, abgestaubt, aufgehübscht und erweitert mit einer taktischen und technischen Leistungsfähigkeit, die wohl niemals in die Jahre kommen wird. Die gesamte Elektrik wurde erneuert, Alukisten mit Material angebracht sowie ein Feuerlöscher.

Der Mast kann bis zehn Meter Lichtpunkthöhe ausgefahren werden, mit der Antenne sind es 11,50 Meter. Die Leitung beträgt 20 Kilovoltampere mit sechs Scheinwerfern und insgesamt 9000 Watt Lichtleistung sowie einer 2000 Watt UV-Wärmeleistung-Lampe und einer Ringmaulkupplung für die Gefahrenabwehr. Bürgermeister Paul Wagener, Kreisbrandmeister Bernd Schneider, der Leiter der Feuerwehr, Sebastian Reh, sowie Thomas Tremmel und Thomas Weis dankten den Einsatzkräften für ihre gelungene Arbeit am LiMa.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben