Malerei

Schönes Hilchenbach auf bunte Stromkästen gezeichnet

Wolfgang und Melusine Herrig haben die alte Ansicht der Wilhelmsburg auf den Schaltkasten gemalt — es wird nicht ihr letztes Werk sein.

Foto: Steffen Schwab

Wolfgang und Melusine Herrig haben die alte Ansicht der Wilhelmsburg auf den Schaltkasten gemalt — es wird nicht ihr letztes Werk sein. Foto: Steffen Schwab

Hilchenbach.   Sie haben künstlerisches Talent: Melusine und Wolfgang Herrig haben die Wilhemsburg auf den Stromkasten auf der Gerichtswiese übertragen.

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Die Wilhelmsburg gibt es gleich zwei Mal: einmal so, wie sie nach dem Stadtbrand von 1689, als auch die einstige nassauische Residenz niederbrannte, als Amtshaus wieder aufgebaut wurde. Und einmal gemalt: Melusine und Wolfgang Herrig haben die zeitgenössische Zeichnung aus dem Jahre 1806 auf den Stromkasten auf der Gerichtswiese übertragen.

Es ist nicht das einzige Verschönerungswerk dieser beiden Hobbykünstler — und sie sind auch nicht die einzigen, die die mit Pinsel und Farbe durch die Stadt ziehen. „Das macht irgendwie süchtig“, glaubt Susanne Träger von der städtischen Touristikinformation, „wer einmal damit angefangen hat...“

Jede Menge grauer Kästen stehen an den Straßenrändern: vom Stromversorger Westnetz, von der Post und der Telekom, von Straßen NRW an Ampelkreuzungen, nicht zuletzt von der Stadt selbst, zum Beispiel in der Hilchenbacher Straße, wo sich in dem Schrank die Steckdosen verbergen, von denen aus Märkte und andere Veranstaltungen versorgt werden. Bisher mit Bildern versehen wurden 15 Kästen in Hilchenbach, drei in Helberhausen und einer in Dahlbruch. Dabei wird es nicht bleiben. In den Startlöchern steht eine Schülergruppe des Gymnasiums Stift Keppel, die an der Bushaltestelle vor ihrer Schule tätig werden. Allein dort haben die verschiedenen Unternehmen acht Kästen nebeneinander aufgestellt. Wahrscheinlich werde aber im nächsten Frühjahr etwas daraus, glaubt Susanne Träger. „Es muss ja trocken sein.“ Angemeldet hat sich auch die Kreativ-AG der Carl-Kraemer-Realschule.

Passend zur Umgebung

Wer malen will, schickt der Stadt eine Skizze. Die muss nicht nur im Rathaus, sondern vor allem auch dem Eigentümer des Kastens gefallen. Bisher sei das immer gut gelungen, berichtet Susanne Träger. Die Helberhausener bekommen zum Dorfjubiläum historische Motive, auf dem Weg zum Klettergarten bei der Jugendherberge hat Miriam Uebach zwei Kletterer verewigt, an der Müsener Straße in Dahlbruch hat Sina Branß einen „Feuerwehrkasten“ gestaltet, passend zum dortigen Gerätehaus: „Ein Hingucker“, findet Susanne Träger.

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