Kriminalität

Schützenverein Littfeld wird fast Opfer eines Betrugs

Einer Mitarbeiterin der Bank war der Betrug aufgefallen.

Foto: Bodo Marks

Einer Mitarbeiterin der Bank war der Betrug aufgefallen. Foto: Bodo Marks

Littfeld/Siegen.   SV Littfeld sollte um 8000 Euro betrogen werden. Mitarbeiterin der Bank bemerkt gefälschte Unterschrift auf einem Überweisungsträger.

Der Schützenverein Littfeld ist beinahe Opfer einer Betrugsmasche geworden. Michael Schabelon ist der Geschäftsführer des Schützenvereins. Am Donnerstag, 11. Mai, erhielt er einen Anruf von der zuständigen Sachbearbeiterin der Sparkassenfiliale in Krombach/Eichen. Sie wollte von ihm wissen, ob er einen Überweisungsträger eingeworfen habe, mit dem etwa 8000 Euro auf ein Konto in Bremen überwiesen werden sollten. „Die Überweisung wurde handschriftlich ausgefüllt und meine Unterschrift gefälscht“, sagt Schabelon. „Erstens benutze ich keine Überweisungsträger und zweitens war auf dem Konto des Schützenvereins gar nicht so viel Geld.“

Aufmerksam sei die Mitarbeiterin der Sparkasse geworden, weil das Konto für einen Transfer dieser Höhe nicht gedeckt war und weil unter der Unterschrift der Name noch einmal in Druckschrift geschrieben stand. Im direkten Vergleich habe sich eine Abweichung der Unterschrift gezeigt, so Schabelon.

In diesem Fall haben die Sicherheitsmechanismen gegriffen, erklärt Stefanie Schierling, Pressesprecherin der Sparkasse Siegen. Jeden Tag würden in Siegen etwa 2500 beleghafte Zahlungen – also Überweisungen auf Papier – getätigt. Dabei komme es leider immer wieder zu Betrugsversuchen. „Geschulte, erfahrene Mitarbeiter prüfen diese Überweisungen, und die sind sehr aufmerksam“, sagt Schierling.

Mehrere Prüfkriterien

Es gebe mehrere Prüfkriterien. Der Kunde könne beispielsweise verschiedene persönliche Einstellungen vornehmen oder festlegen, wie viel Geld überwiesen werden kann. Außerdem wird geprüft, wie die Kreditlinie ist oder wie hoch ein Konto überzogen werden darf, falls ein Dispositionskredit eingerichtet ist. Dazu kommt die genaue Überprüfung der Unterschrift, die der Kunde bei der Sparkasse hinterlegt. „In der Regel schaffen wir es, diese Betrugsfälle aufzudecken“, so Schierling. Kunden sollten aber regelmäßig auf das eigene Konto schauen, um Unregelmäßigkeiten so schnell wie möglich melden zu können. „Wer schnell handelt, kann eine Überweisung noch zurückholen“, so die Pressesprecherin.

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