Kundgebung

Siegen: Infostand zu Corona-„Montagsspaziergängen“ mit Nazis

Coronakonform soll über „die Umtriebe der Nazis“ auf der Oberstadtbrücke in Siegen informiert werden, so das Bündnis

Coronakonform soll über „die Umtriebe der Nazis“ auf der Oberstadtbrücke in Siegen informiert werden, so das Bündnis

Foto: Hendrik Schulz

Siegen.  Siegener „Bündnis gegen Rechts“ will beim nächsten „Montagsspaziergang“ informieren: „Corona-Kritik legitim – gemeinsame Sache mit Nazis nicht“.

Hunderte zogen Montag, 10. Januar, durch die Innenstadt, um gegen die Corona-Auflagen zu protestieren. Darunter sind neben unzufriedenen Bürgern und sogenannten „Querdenkern“ auch Mitglieder der rechtsextremen Szene. Auch bei der von der AfD angemeldeten Demonstration am Samstag, 8. Januar, marschierten Neonazis mit.

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Das antifaschistische Aktionsbündnis „Siegen gegen Rechts“ will Montag, 17. Januar, ab 18 Uhr, auf der Oberstadtbrücke mit einem Stand „coronakonform über die Umtriebe der Nazis informieren“, so die Ankündigung: „Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung ist legitim. Mit Nazis gemeinsame Sache zu machen aber niemals!“ Zudem wolle man davor warnen, sich unter die politische Führung „rechter Rattenfänger“ treiben zu lassen.

Siegener Bündnis gegen Rechts:„Misstrauen, Verzweiflung, Wut sind nachvollziehbar“

„Natürlich sind nicht alle, die bei den Demos mitlaufen, Nazis oder Coronaleugner. Misstrauen, Verzweiflung und auch Wut sind nach der katastrophalen Corona-Politik der Bundesregierung nachvollziehbar. Die alleinige Schuld an der Situation auf Ungeimpfte abzuschieben, lenkt von der Verantwortung der Regierung ab. Dabei ist sie es, die den nötigen finanziellen Schutzschirm für Gefährdete, die Freigabe der Impfpatente, damit die Pandemie weltweit besiegt werden kann, und ein bezahltes Runterfahren der Wirtschaft auf lebenswichtige Sektoren zugunsten von Geldmacherei verhindert“, heißt es weiter.

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Wer von einer sogenannten „Coronadiktatur“ spreche, lenke davon ab, dass Profitinteressen systematisch über Menschenleben gestellt werden – da sei es wenig sinnvoll, auf Multimillionäre hereinzufallen, die sich dafür einsetzten, dass für Firmen Corona-Beschränkungen heruntergefahren würden, „damit sie uns Beschäftigte weiter schuften lassen können und auf unsere Kosten noch mehr Geld scheffeln.“

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