Wirtschaft

Siegen: Mit Edel-Schneidebrettern ein Geschäft aufbauen

Seine Geschäftsidee hatte René M. Schütz schon länger. Nun konnte er sie verfeinern.   

Seine Geschäftsidee hatte René M. Schütz schon länger. Nun konnte er sie verfeinern.   

Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein

Siegen.   Der 18-Jährige René M. Schütz macht ein Praktikum beim Gründerbüro – und hat eine konkrete Geschäftsidee.

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Brettchen, die die Welt bedeuten: Der 18-jährige René M. Schütz will mit Edel-Schneidebrettern ein Geschäft aufbauen. In einem zweiwöchigen Praktikum im Gründerbüro der Universität Siegen machte sich der Schüler der Gesamtschule Eiserfeld mit Voraussetzungen und Abläufen vertraut, um die „Manufaktur Schütz“ erfolgreich auf dem Markt zu platzieren.

Die Vorstellung, ein eigenes Unternehmen zu gründen, faszinierte den jungen Mann schon immer. In Handarbeit produzierte er hochwertige Brettchen schon länger, Anfang des Jahres suchte er Rat beim Gründerbüro. Den ersten Kontakt hatte er bereits durch den von Startpunkt57 ausgerichteten Schülerwettbewerb. Damals landete er mit seinen Mitschülern und der Idee eines selbstreinigenden Einkaufwagens auf dem 3. Platz. Wenige Monate später stand er dann mit seiner Geschäftsidee und einem Schneidbrett unterm Arm im Büro. Als er es verließ, war klar: In wenigen Monaten würde er zum Praktikum wiederkommen und seine Pläne unter Begleitung von Gründerberatern und im Austausch mit anderen Gründern verfeinern.

Unterstützung in der Schule

Frank Ermert, Leiter des Gründerbüros, freut sich über die Ambitionen des Praktikanten: „Die Gründung eines eigenen Unternehmens ist eine echte Alternative zur abhängigen Beschäftigung – bisher wird sie jungen Menschen allerdings kaum offeriert. Daher ist die Sensibilisierung für das Thema unheimlich wichtig, gerade in Schulen.“ Luisa Zöller, Lehrerin an der Gesamtschule Eiserfeld und Betreuerin von Schütz‘ Praktikum, arbeitet aktiv an dem Thema: „Wir nehmen an Schülerwettbewerben teil, haben eigene Schülerfirmen und stehen mit den regionalen Akteuren in Kontakt.“ Daher freut sie sich auch besonders über die Praktikumswahl von René M. Schütz.

Gemeinsam mit Gründungsberaterin Julia Förster arbeitete der Schüler in den ersten Tagen die Strukturen seines Geschäftsmodells heraus. Anschließend unterstützten ihn einzelne Teams des so genannten Inkubators bei der praktischen Umsetzung verschiedener Bereiche. So hat ihm das Team von Lexeo – einem Start-up, das Crashkurse für Studenten anbietet – bei der Websiteerstellung unter die Arme gegriffen, während Fabian Dittrich (Autor des Buches „Gründen im Studium“ und Gründer von Cadopi und Latiera-Pralinés) ihn in Google Keywords und Webseitenoptimierung einführte.

Aber auch von Schütz konnte mancher Gründer im Inkubator profitieren. So sprach ihn unter anderem Simon Riesinger. ein Gründer von „BottleBowls“, auf eine mögliche Zusammenarbeit an — denn eine Lösung aus Holz ist aktuell genau das, was er sucht.

Gegenseitig unterstützen

René M. Schütz war von seinem Praktikum begeistert: „Es ist toll, wie gut der Start-up-Spirit hier zu spüren ist, wie sich die Gründerteams gegenseitig helfen und anspornen“, sagt der 18-Jährige. „Hier lernt jeder von jedem. Statt Akten zu sortieren und Kaffee zu kochen, hatte ich die Möglichkeit, mit erfahrenen Gründerberatern und verschiedenen Gründern an meinem eigenen Business weiterzuarbeiten und gleichzeitig einen Einblick in die Arbeit anderer zu erhalten. Besser geht’s nicht!“

Nicht nur der Schüler war zufrieden, auch die Gesamtschule Eiserfeld und das Gründerbüro ziehen ein positives Resümee. „Wir können uns gut vorstellen, in Zukunft weitere Praktikanten zu betreuen und damit in Zusammenarbeit mit den Schulen einen Beitrag zur Sensibilisierung zu leisten“, sagt Frank Ermert.

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