Schule

Siegen: Rat besiegelt Aus für das PPR-Gymnasium

„Ganztag bietet mehr Chancen“: Schülerschaft und Eltern des PPR-Gymnasiums demonstrieren vor der Siegerlandhalle.

„Ganztag bietet mehr Chancen“: Schülerschaft und Eltern des PPR-Gymnasiums demonstrieren vor der Siegerlandhalle.

Foto: Steffen Schwab / WP

Siegen.  Ein weiteres Anmeldeverfahren für 5. Klassen wird es nicht geben. Protest vor der Siegerlandhalle.

Der Rat hat am Mittwoch das Auslaufen des Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums (PPR) auf dem Rosterberg mit großer Mehrheit beschlossen. Gegenstimmen kamen von FDP und UWG, drei Stadtverordnete enthielten sich der Stimme.

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Nicht mehr abgestimmt wurde über den Antrag der FDP, dem Gymnasium noch die Möglichkeit zu einer weiteren Anmelderunde zu geben. Vor der Sitzung hatten sich Schüler und Eltern ein weiteres Mal zu einer Demonstration vor der Siegerlandhalle versammelt und für ihre Schule getrommelt und gepfiffen: „Ihr habt uns Schülern den Krieg erklärt – glaubt ja nicht, dass sich keiner wehrt!“

Auslaufen statt sofortiger Schließung

Joachim Pfeifer (SPD) verwies darauf, dass die Schule nun auslaufe und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, sofort geschlossen und als Dependance des Löhrtor-Gymnasiums weitergeführt wird: „Der Lebensraum Schule wird nur wenig beeinträchtigt.“

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Es gehe nicht nur um den Elternwillen der PPR-Kinder, sondern um die Eltern der ganzen Stadt, sagte Martin Heilmann (Grüne): Das PPR habe seine zwei Eingangsklassen aber in den letzten Jahren nur bilden können, „weil Eltern ihren ursprünglichen Willen nicht bekommen haben“ -- nämlich den Platz am überbelegten Löhrtor-Gymnasium. Klaus Volker Walter (FDP) warf der Mehrheit vor, die Siegener Schulpolitik in eine weitere „jahrelange Phase der Unsicherheit“ zu treiben: „Sagen Sie, was Sie eigentlich wollen.“

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