Gesundheit

Siegen: Wie Bogenschießen Familien mit Suchtproblemen hilft

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Konzentration und Treffsicherheit sind beim Bogenschießen gefragt. Die Familienorientierten Suchtkrankenhilfe der Diakonie Soziale Dienste und der Bogensport-Club Siegen hatten einen sportlichen Nachmittag für Familien auf die Beine gestellt.

Konzentration und Treffsicherheit sind beim Bogenschießen gefragt. Die Familienorientierten Suchtkrankenhilfe der Diakonie Soziale Dienste und der Bogensport-Club Siegen hatten einen sportlichen Nachmittag für Familien auf die Beine gestellt.

Foto: Diakonie in Südwestfalen

Siegen/Freudenberg.  Die Suchtkrankenhilfe der Diakonie macht Familien Betroffener mit dem Bogensport-Club Siegen ein Freizeitangebot. Es geht um mehr als den Sport.

Mit Pfeil und Bogen – und mit fokussiertem Blick auf das Ziel: Seit 2008 hat sich Bogenschießen als erlebnispädagogisches Angebot innerhalb der „Familienorientierten Suchtkrankenhilfe“ der Diakonie Soziale Dienste gGmbH fest etabliert. Nach zwei Jahren Corona bedingter Pause konnte dieses sportliche Angebot nun wieder auf dem Gelände der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort in Freudenberg stattfinden.

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Peter Schneider vom Bogensport-Club Siegen hatte zusammen mit den Mitarbeiterinnen der Familienorientierten Suchtkrankenhilfe die Aktion auf die Beine gestellt, wie einer Mitteilung der Diakonie zu entnehmen ist. Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren nahmen zusammen mit ihren Eltern und teilweise auch ihren Großeltern daran teil. „Durch Konzentration sowie eine bessere Einschätzung und Einteilung der eigenen Kräfte erfahren die Teilnehmer beim Bogenschießen eine meditative Wirkung und Ruhe, die in ihrem Alltag oft fehlt“, schreibt die Diakonie in einer Mitteilung. „Der freundschaftlich geprägte Wettstreit in der Gruppe lässt die Eltern mit ihren Kindern dabei eine Wertschätzung des eigenen Könnens erleben, fernab von destruktiven Konkurrenzen.“

Siegen: Bogenschießen fördert in Familien mit Suchtproblematik die Kommunikation

„Die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern wird beim Bogenschießen ganz automatisch gefördert und durch die gemeinsame Aktivität entsteht eine ganz besondere Verbundenheit“, berichtet Anke Wagner von der Suchtkrankenberatung der Diakonie Soziale Dienste. Die Jugendlichen konzentrierten sich auf die richtige Körperhaltung, das richtige Spannen der Bogensehne und das Anvisieren der Zielscheibe. Die Teilnehmer erlebten dabei, wie sie nach relativ kurzer Übung dazu in der Lage sind, das Ziel zu treffen. „Diese Erfahrung stärkt ihr Selbstbewusstsein lässt sie an ihre eigenen Fähigkeiten glauben.“

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Nicht zuletzt rücke das Miteinander in der Familie die Aufmerksamkeit auf positive, gemeinsame Erfahrungen und stelle das Suchtproblem in den Hintergrund. „Dabei profitierten die Teilnehmer von Peter Schneiders Sensibilität“, heißt es weiter. „Er behielt neben der korrekten Körperhaltung und der Einhaltung der Sicherheitsregeln stets auch die Familiendynamiken im Blick. So sorgte er dafür, dass sich die Bogenschützen auf sich selbst und ihre individuellen Erlebnisse fokussierten.“ Am Ende der Veranstaltung „freuten sich alle über einen gelungenen Vormittag mit gutem Wetter und fröhlicher, unbeschwerter Atmosphäre“.

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