Wein

Siegener „Solaris“ erreicht Qualitätsstufe Kabinett

Den ersten in Siegen selbst ausgebauten Wein erhielt jetzt Bürgermeister Steffen Mues von Konventspräsident Wolfgang Narjes (links) sowie den Kellermeistern Michael Dickel und Marc Weber (von rechts). 

Foto: privat

Den ersten in Siegen selbst ausgebauten Wein erhielt jetzt Bürgermeister Steffen Mues von Konventspräsident Wolfgang Narjes (links) sowie den Kellermeistern Michael Dickel und Marc Weber (von rechts).  Foto: privat

Siegen.   Vertreter des Siegerländer Weinkonvents überreichten im Siegener Rathaus den vierten Jahrgang des Weins vom Weinberg „Silberfuchs“.

Bürgermeister Steffen Mues nahm den Rebsaft aus der Hand von Konventspräsident Wolfgang Narjes sowie den Kellermeistern Michael Dickel und Marc Weber entgegen. Als Eigentümerin des Weinanbau-Grundstücks erhält die Stadt Siegen jedes Jahr einen Anteil des Weins als Pacht.

Fruchtige Note

Rund 60 Flaschen des Weißweins „Solaris“ konnten in diesem Jahr aus der Ernte gewonnen werden. „Der Wein in der Qualitätsstufe Kabinett hat eine schöne fruchtige Note ohne Fehltöne im Geschmack“, freut sich Wolfgang Narjes über das Ergebnis. Der Rotwein „Regenta“ konnte in diesem Jahr nicht gewonnen werden, da der „falsche Mehltau“ – eine Pflanzenkrankheit – die Rebstöcke befallen hatte.

Den Wein vom „Silberfuchs“ zeichnet in diesem Jahr eine Besonderheit aus: Der Weinkonvent baute die Ernte erstmals selbst aus, statt sie wie in den Vorjahren zum Ausbau nach Neustadt in die Pfalz zu bringen. „Um die 100 Kilo Trauben wurden im vergangenen Oktober geerntet, um danach noch im Weinberg abgepresst zu werden“, erklärte Kellermeister Michael Dickel. Die eigentliche „Kellerarbeit“ begann dann damit, den Most in Gärballons abzufüllen und Hefe zuzusetzen. Ende Februar war der Wein soweit durchgegoren und stabil, sodass die Kellermeister das Ausbauende beschlossen. Der sogenannte Jungwein wurde dann unter ihrer Anleitung und mit tatkräftiger Unterstützung einiger Helfer filtriert, abgefüllt und von Hand verkorkt. „Das Experiment ist sehr gut gelungen“, sagte Wolfgang Narjes.

Seit Mai 2010 pflegt der Siegerländer Weinkonvent circa 200 Weinreben, eine Vergrößerung ist ebenso wie ein Verkauf aufgrund gesetzlicher Bestimmungen untersagt. Er darf also nur verköstigt oder verschenkt werden – im Siegener Rathaus wird der Tropfen als Gastgeschenk für besondere Veranstaltungen und Gäste genutzt. Wer sich mehr mit dem Thema Weinanbau beschäftigen möchte: Bei der Volkshochschule Siegen finden im kommenden Jahr verschiedene Vorträge von Konventspräsident Wolfgang Narjes zum Weinberg am Siegener „Silberfuchs“ statt -- mit einer Weinprobe.

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