Kommentar

Siegens PPR-Gymnasium: Von Anfang an keine Chance

Steffen Schwab

Steffen Schwab

Foto: Sascha Kertzscher

Dass das Peter-Paul-Rubens-Gymnasium den Kürzeren zieht, liegt auf der Hand. Meint Steffen Schwab.

Was ist eine Schule wert, die von ihrer Schulgemeinde nicht verteidigt wird? Eben. Der Rosterberg allerdings hatte von Anfang an keine Chance.

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Siegen hat zu viel Gymnasialkapazität für zu wenig Kinder. Die Zahlen zeigen, dass die vier städtischen Gymnasien und das Evau (das in keiner städtischen Statistik auftaucht) ihr Potenzial ausschöpfen. Nur rund 50 von 376 Siegener Gesamtschulkindern kommen mit Gymnasialempfehlung – deutlich weniger als das Drittel, das sie eigentlich haben sollten und das sie daher aus den Umlandkommunen auffüllen, zu deren Verdruss. Aber das ist ein anderes Thema. Viel „Kuchen“, von dem PPR-Leiter Dieter Fischbach schreibt, ist da jedenfalls nicht abzuschneiden.

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Der andere Punkt: Mit dem PPR zieht das von den beiden Stadtmitte-Gymnasien den Kürzeren, das die schwächere Lobby hat. Mehr Kinder, deren Eltern auf die Ganztagsförderung angewiesen sind. Und weniger Tradition: Das PPR ist erst 1992 durch den Zusammenschluss von zwei Gymnasien entstanden.

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Auch wenns die Menschen vom PPR nicht tröstet: Da Siegen Schulpolitik nur auf Sicht macht, werden die aktuellen Beschlüsse begrenzt haltbar sein. Denn nach wie vor haben alle Schulen und Schulformen in der Stadt ihre Baustellen.

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