Stadtbilder

Klasse Fotos: Siegens schönste Ecken auf Instagram entdecken

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Architekturfotograf Felix Höfer zeigt auf dem Instagram-Account „baublog.siegen“ die schönsten Ecken der Stadt. Damit erreicht er sogar Fans in Australien.

Architekturfotograf Felix Höfer zeigt auf dem Instagram-Account „baublog.siegen“ die schönsten Ecken der Stadt. Damit erreicht er sogar Fans in Australien.

Foto: Philipp Drößler

Siegen.  Wie schön Siegen sein kann, will Felix Höfer zeigen. Für den baublog.siegen auf Instagram macht er Fotos, die in aller Welt Fans finden.

Siegen wird von vielen viel schlechter wahrgenommen, als es eigentlich ist, sagt der Fotograf Felix Höfer. Der gebürtige Siegener begann im Frühjahr 2020 mit seinem Projekt „baublog.siegen“ auf Instagram, mit dem er in diesem Jahr den dritten Platz beim Siegener Heimatpreis belegte. Mittlerweile hat der 38-Jährige viele Anhänger in den sozialen Medien gewonnen, die mit ihm zusammen gespannt und voller Freude die Stadtentwicklung in Siegen beobachten können.

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Das Interesse für Architektur war schon immer groß, das Händchen für Fotografie entdeckte er jedoch erst vor etwa sechs Jahren. „Ich bin viel gereist und habe oft Bilder für spätere Erinnerungen gemacht. Dann merkte ich aber, dass die Fotos gut aussahen“, erklärt Felix Höfer, der sein Lehramtsstudium bis zum ersten Staatsexamen absolvierte. Nicht viel später wurde eine hochwertige digitale Fuji-Kamera der treue Wegbegleiter des nun hauptberuflichen Architekturfotografen. Das Handwerk brachte er sich selber bei, sowie auch das Editieren der geschossenen Bilder.

Siegen: Felix Höfer zeigt die Stadt auf Instagram von ihrer schönsten Seite

Der Pandemiebeginn und die daraus folgenden Ausgehbeschränkungen brachten das Projekt ins Rollen: „Corona war ein wichtiger Moment. Für die Kultur war die Zeit eine Katastrophe. Mit meinem Baublog wollte ich ein Gefühl von Gemeinschaft wecken und den Leuten zeigen, was in Siegen los ist.“ Scrollt man durch den Instagram-Feed des Fotografen, gewinnt man Einblicke in viele Ecken in Siegen, zum Beispiel den Marktplatz, den Schlosspark – aber auch in die Freudenberger Altstadt. Felix Höfer kann die negative Wahrnehmung der Stadt nicht nachvollziehen: „Siegen ist nicht nur City, es ist ein Mosaik aus vielen Stadtteilen, die alle viel zu bieten haben. Zudem ist sie eine grüne Stadt – das zeigt doch auch die Vielfältigkeit Siegens“, betont der 38-Jährige. Besonders die Neuen Ufer der Sieg und der Umzug der Universität in die Innenstadt zeigten eine positive Stadtentwicklung. Zurzeit beobachte er auch genau den Bau des Bürgerparks am Herrengarten.

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Die Planung seines Arbeitsalltags ist ein bisschen kompliziert. „Es muss alles passen. Ich bin eben auch stark aufs Wetter angewiesen“, erklärt Felix Höfer. Da er sich auf Architektur fokussiert und keine Menschen in seinem Bild haben möchte, braucht es manchmal auch viel Geduld: „Oft sind viele Leute oder bestimmte Gegenstände, zum Beispiel Autos, im Weg. Somit kann es eine Weile dauern, bis ich beispielsweise ein Foto vom Marktplatz machen kann.“ Das Warten wird jedoch belohnt: „Man freut sich, wenn der Moment dann passt. Meistens ist das Bild sogar noch besser, als man es sich gewünscht hat.“

Siegen: Der „baublog“ auf Instagram hat sogar in Australien Fans

Auch die Drohnenfotografie bringe Abwechslung zur Arbeit auf dem Boden – die Vielfalt an Motiven möchte er auf jeden Fall erhalten. „Ich laufe dann auch durch die Stadt und frage mich, welches Motiv ich vielleicht neu fotografieren kann oder welches ich noch gar nicht fotografiert habe.“ Ein Ort steche jedoch heraus: „Das Krönchen ist sehr beliebt und auch ein Identifikationssymbol für die Menschen hier im Siegerland.“ Ein eigenes Lieblingsbild habe er aber nicht: „Ich finde, alle Bilder haben auf ihre Weise etwas schönes. Das Krönchen zählt aber auch zu meinen Favoriten. Besonders mit der richtigen Lichtstimmung, am besten bei einem Sonnenuntergang.“

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„Das Schönste an der Arbeit ist das liebe und nette Feedback“, erklärt der Fotograf. „Mich erreichen viele Nachrichten von Leuten, dass ihnen mein Bild ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.“ Nicht nur Bewohnerinnen und Bewohner aus Siegen bewundern die Arbeit des 38-Jährigen. Manche melden sich aus mehr als 10.000 Kilometern Entfernung. „Mir schreiben auch Leute, die ursprünglich aus Siegen kommen und ausgewandert sind. Unter anderem eine Person aus Australien, die sich ständig über die Bilder freut, da sie dadurch auch sieht, wie sich die Heimatstadt entwickelt“, sagt er lächelnd. Viele Menschen habe er mit den Bildern auch auf Orte aufmerksam gemacht, die ihnen noch unbekannt waren.

Fotos aus Siegen: Dritter Platz beim Heimatpreis für Bilderbogen aus der Stadt

Der dritte Platz beim Heimatpreis hat Felix Höfer gefreut: „Ich finde es toll, dass Siegen den Mut hat, ein digitales Format auszuzeichnen. In das klassische Vereinsmodell passe ich ja nicht.“ Sein Projekt möchte er auf jeden Fall fortsetzen, vielleicht auch erweitern. „Eventuell gehe ich bald auch noch mehr in die Region und die Natur. Eine Arbeit im Studio kann ich mir aber nicht vorstellen“, sagt Felix Höfer.

Die Stadtentwicklung dokumentiert er auf seinem Instagram-Account „baublog.siegen“. Zudem stellt er dort auch viele Storys ein, um täglich Einblicke in das Stadtleben und kulturelle Angebote zu präsentieren.

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