Museum

Siegerlandmuseum hat für seine Zukunft viel vor

Aus der  neuen stadtgeschichtlichen Abteilung im Dachgeschoss des Siegerlandmuseums: Zeichnung Ludwig Kirchhofs vom zerstörten Siegen

Aus der neuen stadtgeschichtlichen Abteilung im Dachgeschoss des Siegerlandmuseums: Zeichnung Ludwig Kirchhofs vom zerstörten Siegen

Foto: Hendrik Schulz

Siegen.   Fünf aktuelle und ehemalige Bürgermeister beim Jahresempfang des Museums-Fördervereins

Einen besonderen Rekord kann Ulf Stötzel, Vorsitzender des Fördervereins Siegerlandmuseum, stolz vermelden: Gleich fünf aktuelle und ehemalige Bürgermeister sind zum Jahresempfang im großen Saal des historischen Rathauses in Siegens Oberstadt gekommen: Bürgermeister Steffen Mues, seine Stellvertreter Verena Böcking und Jens Kamieth, Alt-Bürgermeister Karl Wilhelm Kirchhöfer und natürlich Stötzel selbst, der von 1999 bis 2007 Bürgermeister der Stadt Siegen war. Der lebendige Beweis, wie wichtig der Förderverein für die weitere Entwicklung des Siegerlandmuseums und damit für die zeitgemäße Darstellung von Siegens Geschichte ist.

Steffen Mues hat viele Beispiele parat, was sich in der jüngsten Vergangenheit auf dem Schlossberg getan hat und immer noch tut: Die „Frischzellenkur“ der Stadtmauer ist in vollem Gange, ebenso die Restaurierung des kleinen, filigranen Erkers im Rubenssaal.

Anregungen aus Essen und Frankfurt

Der Bürgermeister ist sehr dankbar dafür, dass die ohnehin opulente Rubenssammlung durch die Leihgabe „Kreuzabnahme“ eine weitere Attraktion hinzugewonnen hat. Doch zwei Projekte werden das Obere Schloss und das Siegerlandmuseum in den nächsten Jahren in einen besonderen Fokus rücken: Die Sanierung und Erweiterung des Schlossparks und eine weitere deutliche Vergrößerung der Ausstellungsfläche des Museums: Durch die Welsche Haube, die höchste Stelle des Schlossbergs, die Ende des Jahres wiedereröffnet wird, und durch den Umbau des Bunkers in der Burgstraße zu einer weiteren Ausstellungsfläche des Museums.

Mues: „Wir ruhen uns nicht am neuen Siegufer aus, sondern planen und bauen auf dem historischen und sehr lebendigen Siegberg fleißig weiter.“ Bis 2022, so hofft der Bürgermeister, wird auch dieses Projekt abgeschlossen sein. Vorsitzender Ulf Stötzel zählt zu den wichtigsten Maßnahmen seines „Vereins der Freunde und Förderer des Siegerlandmuseums“ die finanzielle Unterstützung des Projektes „Zeit.Raum.Siegen“ in Zusammenarbeit mit der Universität. Er wirft schon Blicke weit voraus. So haben Mitglieder des Fördervereins Exkursionen zum Ruhrmuseum Essen und ins Frankfurter Städelmuseum gemacht, um sich Anregungen zu holen. In seiner unnachahmlichen Art freut sich Ulf Stötzel: „Et gehrt werrer rond.“

Vortrag über Bergschul-Geschichte

Musikalisch veredelt wird der Jahresempfang durch Schülerinnen der Fritz-Busch-Musikschule: Julia Diede am Klavier und Elisa Kiess mit der Oboe. Und den geschichtlichen Part des Vormittags übernimmt Gottfried Theis mit seinem durch zahlreiche Bilder gewürzten Vortrag „Die Bergschule zu Siegen – Vor 200 Jahren Unterrichtsbeginn“.


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