Zeitzeugen

So erlebte die Redaktion den Mordfall in Kreuztal

Kreuztal.   Der frühere Redakteur Otmar Kuhn sowie der freiberufliche Reporter Jürgen Schade schildern, wie sie die Tatnacht kurz vor Silvester 2004 und die Zeit danach erlebt haben.

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Otmar Kuhn, 2004 Redakteur in der Stadtredaktion Kreuztal: "Ich hatte Neujahrsdienst in diesem Jahr. Das war einer der spektakulären Fälle meiner aktiven Zeit. Wie genau ich es damals erlebt habe, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Am ersten Januar kam ich in die Redaktion und musste mich erst einmal an das halten, was ich von dem freien Mitarbeiter und der Polizei bekommen habe. Danach gab es eine Pressekonferenz und wir haben nachgeforscht, versucht Hintergründe zu erfahren.

Eine halbe Stunde vor dem Mord wurde auch ein bulgarischer Gastarbeiter erstochen. Es gab auch ein Phantombild, aber niemand passte dazu. Die Konstante war, jedes Jahr um die Weihnachtszeit bei Polizei und Staatsanwaltschaft nachzufragen. Es gab viele Spuren, aber keine verwertbaren. Es wird vermutlich einer der ewig ungeklärten Fälle bleiben, aber unser Anliegen war, immer wieder daran zu erinnern. Heiko Priester von der Kripo sagte einmal: ,Wenn uns nicht der Zufall hilft, werden wir es nie herausfinden.’“

Jürgen Schade, freiberuflicher Reporter und Fotograf: "Ich war ziemlich früh am Tatort. Viel Polizei war zu sehen, zwei Rettungswagen und ein Notarzt. Es war noch nichts abgesperrt, Josef Schulz lag unter einem weißen Laken. Dann wurde die Feuerwehr alarmiert. Die Helfer waren schnell vor Ort und haben das Gelände großräumig abgesperrt. Sie haben den Tatort ausgeleuchtet. Erst dann kam ein Polizist zu uns und hat gesagt, dass dort ein Toter liegt. Zu den Umständen wollte er sich nicht äußern. Wir haben dann auf die Kripo gewartet. Sie hat Spuren genommen und im Laufe der Nacht wurde die Leiche mit einem Leichenwagen abtransportiert. Ich bin gegen zwei Uhr nachts gegangen.“

So berichteten WP und WR vor 13 Jahren:

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