Bemalte Stromkästen

Stromkasten am Dicken Turm ziert Siegener Frauengeschichte

Bemalter Stromkasten am Dicken Turm im Rahmen der Initiative "Siegen sind wir"

Bemalter Stromkasten am Dicken Turm im Rahmen der Initiative "Siegen sind wir"

Foto: Sebastian Hahn

Siegen.   Im Rahmen der Intiative „Siegen sind wir“ hat die Künstlerin Tzveta Grebe einen weiteren Stromkasten am Dicken Turm in Siegen bemalt.

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Ingrid Tielsch konnte sich gar nicht entscheiden: „Siegens Geschichte ist voll von so vielen tollen Frauen, da fällt es schwer, eine Auswahl zu treffen“, sagt die Siegener Statdführerin. Im Rahmen der Initiative „Siegen sind wir“ hat Tielsch gemeinsam mit Künstlerin Tzveta Grebe und Projektleiter Martin Zielke einem weiteren Stromkasten in Siegen einen neuen Anstrich verpasst. „

Die Idee

Wir haben bereits seit einiger Zeit einen Stadtrundgang, der an die Geschichte der Frauen in Siegen erinnert. Nun haben wir auch einen Punkt, an dem wir der Leistungen dieser tollen Frauen gedenken können“, so Tielsch weiter.

Nachdem die Stadt in Zusammenarbeit mit Westnetz, dem ein Drittel des Stromkastens gehört, das beschmutzte Objekt gereinigt hatte, könnte Tzveta Grebe, die bereits einige Kästen im Rahmen der Initiative bemalt hat, loslegen. „Ich wollte eigentlich um die 20 Frauen auf den Kasten bekommen, die dann wie große Briefmarken angeordnet sind. Tzveta hat sich aus künstlerischer Sicht aber dagegen entschieden“, erklärt Ingrid Tielsch. Schweren Herzens wählte die Stadtführerin also drei Damen aus: Frieda Dresler, deren Mutter den evangelischen Frauenverein gegründet hat, Thekla Trinks, Leherin in Siegen, und Hedwig Heinzerling, Mitbegründerin der FDP. An den Seiten sind namentlich zudem Elisabeth Köhne, Edith Langner und Hedwig Danielewicz verewigt.

Die Stromkästen

„Am liebsten hätte ich sie alle draufgepackt, aber es sind ja noch ein paar Stromkästen frei“, sagt Ingrid Tielsch. Insgesamt vier weitere Möglichkeiten gäbe es noch am Unteren Schloss, die Planungen für die nächste Verzierung laufen bereits. „Helge Pross hat Soziologie an der Universität gelehrt, daher ergibt ein Stromkasten nahe an der Uni auch mehr Sinn“, erklärt Tielsch. Die Bereitschaft der Initiative „Siegen wie wir“ ist auf jeden Fall gegeben. Martin Zielke: „Nicht nur die Stromkästen, sondern auch das Stadtbild haben etwas davon. Und eigentlich wäre es bei all ihrem Engagement auch mal Zeit, dass Ingrid Tielsch auch einen eigenen bekommt.“

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