Berufliche Orientierung

StuBO-Tag: Lehrer und Berufsberater besuchen Schäfer-Werke

Ein Blick in die Praxis: Dennis Göldner (hinten) vom Personalwesen der Schäfer-Werke-Gruppe erläutert Gästen von Schulen und Arbeitsagentur beim Rundgang die betrieblichen Abläufe.

Ein Blick in die Praxis: Dennis Göldner (hinten) vom Personalwesen der Schäfer-Werke-Gruppe erläutert Gästen von Schulen und Arbeitsagentur beim Rundgang die betrieblichen Abläufe.

Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein

Neunkirchen.   Was müssen heimische Firmen jungen Nachwuchskräften bieten? Antworten darauf gab es beim Betriebsrundgang in den Schäfer-Werken in Neunkirchen.

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Duales Studium oder eine Ausbildung? Was ist sinnvoll, wer braucht was und welche Voraussetzungen müssen Jugendliche mitbringen? Und was bieten Firmen? Diese und ähnliche Fragen waren jetzt Thema beim StuBO-Tag in Neunkirchen.

Rund 40 Koordinatoren für Studium und Berufliche Orientierung an weiterführenden Schulen und Berufsberater der Agentur für Arbeit trafen sich zum Austausch und zur Fortbildung. Auf dem Programm standen im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium neben Vorträgen auch themenbezogene Workshops und schulformspezifische Austauschrunden.

Am Nachmittag besuchten die Koordinatoren und Berufsberater die Schäfer-Werke-Gruppe. Beim Betriebsrundgang erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes über die Tradition der Stahlverarbeitung an den hochmodernen Fertigungsstandorten in Deutschland und der Tschechischen Republik mit insgesamt mehr als 1.000 Mitarbeitern. Der Hauptsitz des mehr als 80 Jahre alten Unternehmen ist in Neunkirchen. Alle Geschäftsbereiche arbeiten auf der gemeinsamen Grundlage hochwertigen Stahlfeinblechs, dessen Verarbeitung zu den Kernkompetenzen des Unternehmens gehört.

Schäfer bietet sowohl kaufmännische als auch gewerbliche Ausbildungsberufe und ein Duales Studium in den Bereichen Elektro- und Maschinenbau und BWL an der Technischen Hochschule in Mittelhessen an.

Alle Ausbildungsplätze besetzt

Nachdem die Teilnehmer des StuBO-Tages viele Informationen über das familiengeführte Unternehmen erhalten hatten, gab es Gesprächsrunden in drei Gruppen, aufgeteilt nach gewerblichen und kaufmännischen Berufen und dem Dualen Studium. Themen waren dabei unter anderem Ausbildungsberufe, Anforderungen, Ausbildungssituation und Übernahme nach der Lehre, Bewerbungsverfahren und Details zum Dualen Studium.

Die Schäfer-Werke übernehmen grundsätzlich alle ihre Auszubildenden, wie Dennis Göldner vom Personalwesen in der Gesprächsgruppe zu den kaufmännischen Berufen betonte. Derzeit können alle Ausbildungsplätze besetzt werden. „Um langfristig unser sehr gutes Bewerberniveau halten zu können, setzen wir auch in Sachen Recruiting auf digitale Medien, frische Ideen für die Ausbildungspraxis und selbstverständlich die Ausbildungsmessen der Region“, so Dennis Göldner. „Außerdem haben wir Ausbildungsbotschafter in Person von Azubis, die in den Schulen unser Unternehmen vorstellen. Und natürlich besuchen wir Berufsorientierungstage und schulinterne Berufsmessen.“

Austausch kommt gut an

Parallel fand in den anderen beiden Gruppen zwischen den StuBOs und den Firmenvertretern ebenfalls ein Austausch zu Einstiegsqualifizierungen, Schülerbetriebspraktika, Ausbildung und Dualem Studium statt. Einer der Teilnehmer brachte seine Eindrücke im Anschluss auf den Punkt: „Von solcher Praxis wünsche ich mir viel mehr. Es war sehr bereichernd und sehr interessant.“ Eine seiner Kolleginnen ergänzt: „Der Austausch mit Leuten aus der freien Wirtschaft ist in Bezug auf die Suche von Ausbildungsplätzen für die Schülerinnen und Schüler von unschätzbarem Wert und sollte häufiger stattfinden.“

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