Historisches

Tag des offenen Denkmals: Geschichte erleben im Siegerland

Die Fürstengruft im Unteren Schloss ist geöffnet.

Die Fürstengruft im Unteren Schloss ist geöffnet.

Foto: WP

Siegen-Wittgenstein.  8000 historische Orte sind am Sonntag bundesweit geöffnet – kostenfrei. Eine Übersicht über lohnende Ziele in der Region.

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Geschichte zum Anfassen: Bundesweit mehr als 8000 historische Bauten, Parks oder archäologische Stätten öffnen am Sonntag, 11. September, ihre Türen. „Gemeinsam Denkmale erhalten“ lautet das Motto am 24. Tag des offenen Denkmals. Die Lokalredaktion hat eine Übersicht über die Denkmäler im Siegerland zusammengetragen, die zu einem Besuch einladen. Hier eine Auswahl mit ausführlicheren Beschreibungen und Veranstaltungen:

Hilchenbach

Stift Keppel: Wurde im Jahr 1239 erstmals als Nonnenkloster erwähnt. Im Anschluss dienten die Räumlichkeiten als evangelisches adeliges Damenstift, ab 1871 als evangelische höhere Töchterschule mit Internat. Heute beherbergt das Gebäude ein Gymnasium und ein Tagungshaus. Dorothea Jehmlich öffnet die Türen zum Internatsmuseum mit der Ausstellung „Kleider von Keppels Kirchenboden“.

Alte Florenburgschule: Der Verein Klimabildungsstätte lädt zu einem Repair Café ein. Besucher erfahren, wie das Gebäude in den vergangenen 110 Jahren genutzt wurde. Der Verein zeichnet damit auch ein Stück Schul- und Stadtgeschichte nach.

Bethaus Müsen: Der Verein Altenberg und Stahlberg bietet Führungen durch das Bergbaumuseum an. Besucher können auch den Erbstollen besichtigen.

Evangelische Kirche: Auf dem Kirchplatz feiert der Kirchbauverein sein zehnjähriges Bestehen. Eine Ausstellung in der Kirche beleuchtet die deutsche Revolution 1848/49 in Hilchenbach.

Wilnsdorf

Dorfschmiede Wilden: Besucher erhalten eine fachkundige Einführung in das Schmiedehandwerk vergangener Tage

Förderturm Niederdielfen: Ein für das Siegerland einzigartiges technisches Denkmal. Im Schachtgebäude befindet sich eine Ausstellung zur Sozialgeschichte des Bergbaus, dem Markscheider und seiner Arbeit und zur Geschichte der Grube Grimberg.

Pfarrkirche Rödgen: Die Kirche wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt, im 17. Jahrhundert dann umfassend erneuert. Die Kirche besitzt drei Glocken und eine funktionsfähige Röwer-Orgel von 1899.

La-Tène-Ofen: Er diente zur Verhüttung von Rotspat, Braun- und Spateisen. In Obersdorf können Besucher den etwa 2500 Jahre alten Ofen besichtigen.

Arrestgebäude: Das kleinste noch erhaltene preußische Ortsgefängnis – 1839 errichtet, bis um 1950 genutzt. Hier wird gezeigt, wie polizeiliche Aufgaben in früherer Zeit wahrgenommen wurden.

Wassermühle Niederdielfen: Erbaut in der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert, bis 1962 in Betrieb, 1992/93 funktionstüchtig restauriert. Das Mahlwerk ist vollständig erhalten.

Freudenberg

4Fachwerk Mittendrin Museum: In dem ursprünglich längs geteilten Zweifamilienhaus befand sich von 1981 bis 2014 das Stadtmuseum. Das Gebäude sollte aus finanziellen Gründen verkauft werden. Daher gründete sich der Verein 4Fachwerk Freudenberg, der das Museum im Rahmen einer Leihe übernahm, um es zu erhalten. Im Museum können Besucher die Sonderausstellung „Brandmalerei in Freudenberg“ besichtigen.

Mittelstraße: Hier gibt es Infostände und eine Schmiedevorführung. Kinder bis zwölf Jahre haben die Möglichkeit, an einer Stadtrallye teilzunehmen.

Alte Uhrmacherwerkstatt: 1781 eröffnet. Der Architekt und der Eigentümer des Gebäudes erläutern die Arbeiten zum abgeschlossenen Umbau des Dachgeschosses.

Kreuztal

Schloss Junkernhees: Wurde 1523 als Burg erbaut. Der Verein zur Erhaltung von Schloss Junkernhees stellt sich am Tag des offenen Denkmals vor und bietet ein Kinderprogramm an.

Schmiede Littfeld: Ein noch fast im Originalzustand erhaltener Schmiedeofen befindet sich im Inneren, ebenso Informationstafeln zum Gebäude und zur bevorstehenden Sanierung.

Neunkirchen

Besucherbergwerk Wodanstolln: Das Team Wodanstolln vom Heimatverein Salchendorf bietet Führungen durch das Bergwerk an. Teilnehmer sollten festes Schuhwerk und warme Kleidung mitbringen.

Dorfschmiede Salchendorf: In der „Droure Schmedde“ führen Joel Henrichs und Jörg Braach Schmiedearbeiten vor. Besucher dürfen das Schmieden auch selbst mal ausprobieren.

Siegen

Altstadt: Beim Altstadtfest, das um 12 Uhr eröffnet wird, stehen die Gassen und historische Gebäude im Mittelpunkt. Um 13, 15 und 16.30 Uhr beginnen am Tag des offenen Denkmals die einstündigen Führungen durch die Altstadt. Treffpunkt ist an der Bühne hinter der Marienkirche.

Kirchen: Der Chorverband Siegerland veranstaltet zu seinem 90. Geburtstag in der Marien-, Martini- und Nikolaikirche Konzerte mit verschiedenen Siegerländer Chören. Die drei Konzerte beginnen um 13.45 und dauern bis etwa 18 Uhr. Sie bieten die gesamte Bandbreite traditionellen Chorgesangs von Männer-, Gemischten- und Frauenchören bis zu kleineren Gospel-Ensembles.

Oberes Schloss: Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Siegerlandmuseum am Tag des offenen Denkmals. Der Eintritt zum Schaubergwerk und in die wirtschaftsgeschichtliche Abteilung ist frei.

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Hintergrund: Der Tag des offenen Denkmals

Jedes Jahr trägt Deutschland am zweiten Sonntag im September mit dem Tag des offenen Denkmals neben 49 weiteren Ländern in Europa zu den „European Heritage Days“ bei.

Das bundesweite Programm ist unter www.tag-des-offenen-denkmals.de abrufbar. Nutzer können auch nach Denkmalkategorien suchen und sich individuelle Touren zusammenstellen.

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