Unfall

Tanklastzug kippt auf A 45 bei Freudenberg über die Fahrbahn

Große Mengen Dieselkraftstoff liefen aus, es brauchte einige Zeit, bis der Lastzug wieder aufgerichtet werden konnte.

Foto: Jürgen Schade

Große Mengen Dieselkraftstoff liefen aus, es brauchte einige Zeit, bis der Lastzug wieder aufgerichtet werden konnte. Foto: Jürgen Schade

Freudenberg.   Verkehrschaos im Siegerland: Stundenlang bleibt die Autobahn Richtung Frankfurt voll gesperrt, es kommt zu langen Staus.

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Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Mittwoch, 4. Oktober, auf der A 45 kurz vor der Abfahrt Freudenberg: Ein Tanklastzug war unter einer Brücke umgekippt und blockierte die Fahrbahnen in Fahrtrichtung Frankfurt. Bis zum späten Abend blieb die Autobahn voll gesperrt, es kam zu langen Staus.

Eine mögliche Erklärung: Der Fahrer übersah eine beginnende Schutzabsperrung; an dieser Stelle ist eine Leitplanke schrägt in den Asphalt eingelassen. Der Lastwagen fuhr auf die Schutzplanke, rutschte darauf rund 130 Meter und kippte schließlich um. Der Tankbehälter mit rund 17 Tonnen Öl blieb unbeschädigt, die Kraftstofftanks des Lasters (rund 500 Liter Diesel) liefen aus. Der Fahrer blieb unverletzt.

Autobahn ab Olpe gesperrt

Für die Bergung wurden zwei schwere Kranwagen eingesetzt, die den Laster von der Fahrbahn zogen und aufrichteten. Die Feuerwehren Freudenberg, Büschergrund, Wenden und Gerlingen waren im Einsatz, die Feuerwehrleute trugen Säureschutzanzüge. Der Sachschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf mehr als 150 000 Euro belaufen.

Durch den Unfall staute sich der Verkehr auf rund 15 Kilometern Länge. Ab dem Kreuz Olpe hatte die Polizei eine Vollsperrung eingerichtet, Autos abgeleitet. Viele Fahrzeuge nutzten die Umleitung über die A 4/HTS, mit entsprechend erhöhtem Verkehrsaufkommen. Erschwert wurde die Situation durch einen Auffahrunfall auf der HTS auf Höhe der Anschlussstelle Sieghütte, der einen Rückstau bis Kreuztal verursachte.

Weil die Autofahrer in Weidenau abfuhren, war zeitweise auch hier das untergeordnete Straßennetz verstopft. Ein Lob sprach die Polizei den Autofahrern aus, die im Stau standen. Der überwiegende Teil der Fahrer hatte vorbildlich eine Rettungsgasse gebildet so dass die Einsatzfahrzeuge schnell durchkamen.

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