Gastronomie

Teilabriss und Neubau: „Schnitzelalm“ soll Hotel werden

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Foto: Stadt Netphen

Foto: Stadt Netphen

Netphen.   Der neue Besitzer des ehemaligen Landhaus Bittenbach an der B62 bei Netphen will nur das Erdgeschoss erhalten und drei Etagen neu aufsetzen.

Das als „Schnitzelalm“ bekannte ehemalige Landhaus Bittenbach an der B 62 zwischen Dreis-Tiefenbach und Netphen soll nach den Plänen des neuen Inhabers zu großen Teilen abgerissen, neu- und umgebaut werden. Der Netphener Stadtentwicklungsausschuss berät am Montag, 23. Januar, über die Aufstellung eines vorgezogenen Bebauungsplans für den Um- und Anbau des Gebäudes. Der Rat befasst sich am 2. Februar mit dem Vorhaben.

Die Geschichte

Seit 1968 waren verschiedene Gastronomiebetriebe in dem Gebäude ansässig, im Dachgeschoss befanden sich Gästezimmer, seit 2013 auch im Untergeschoss. Das Immobilienunternehmen „Studentenhaus“ vermietet die Zimmer. Das Unternehmen betreibt außerdem ein Studentenwohnheim an Kochs Ecke in Siegen, ein weiteres in Wilhelmshaven.

Das Restaurant „Schnitzelalm“ schloss nach drei Jahren Betrieb im Sommer 2016. Seinerzeit hatte Geschäftsführerin Ulrike Rosa Angetter negative Bewertungen des Restaurants im Netz als Ursache für die schlecht laufenden Geschäfte an der B 62 gemacht. In der Zeit nach der Eröffnung 2013 war die Schnitzelalm eines der bestbesuchten Restaurants im Siegerland. Die Kette Schnitzelalm betreibt weitere Filialen im Allgäu.

Die Pläne

Bekim Feyza, Inhaber und Betreiber des Restaurants Altes Zeughaus in der Siegener Oberstadt, plant ein vollständig barrierefreies Hotel mit Restaurant und Mehrzwecksaal. Das Hotel soll 43 Doppelzimmer umfassen, die Gastronomie durchgehend ohne Ruhetag betrieben werden und auch regionale Speisen anbieten. Der 500 Quadratmeter große Mehrzwecksaal mit Tanzfläche und Bühne soll bis zu 250 Personen Platz bieten, abteilbar sein und für Veranstaltungen wie Seminare, Geburtstagsfeiern oder Hochzeiten gebucht werden können.

Das Gebäude am Bittenbach entspreche derzeit laut Netphener Verwaltung weder bautechnisch den gesetzlichen Anforderungen, noch sei die Raumaufteilung günstig für die Pläne des neuen Inhabers. Mit der Realisierung des Bauvorhabens könnte ein attraktives Angebot im Bereich Hotel/Gastronomie/Veranstaltungen in Netphen entstehen und die gastronomische Landschaft bereichern, heißt es aus der Verwaltung.

  • Der erste Bauabschnitt: Das Gebäude wird umgebaut und um einen Anbau Richtung B 62 erweitert. Der Saal befindet sich im Erdgeschoss, das neue Restaurant wird eingeschossig mit Flachdach angebaut.
  • Der zweite Bauabschnitt umfasst das Hotel: Das Gebäude wird ab der Oberkante des Untergeschosses abgerissen, aufgesetzt wird ein neuer Gebäudekomplex mit dann insgesamt vier Etagen.

Das umgebaute Restaurant will der neue Inhaber betreiben, bis die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den zweiten Abschnitt beschlossen sind, dann dient der Restaurant-Anbau mit Flachdach als Grundlage für einen weiteren Aufbau: Aufgestockt werden zwei weitere Geschosse, in denen wiederum Hotelzimmer eingerichtet werden.

Inhaber Feyza setzt im Betrieb auf umweltfreundliche Energien: Strom soll auch aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach fließen, geplant ist auch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Für die dazu notwendige Löschwassermenge soll der Teich hinter dem Gebäude reaktiviert werden.

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