Adolf-Reichwein-Campus

Uni Siegen: AR-Campus-Sanierung erst im Sommer abgeschlossen

Von außen ist der H-Trakt bereits fertig. Im Inneren des AR-Komplexes wird aber weiter gearbeitet.

Von außen ist der H-Trakt bereits fertig. Im Inneren des AR-Komplexes wird aber weiter gearbeitet.

Foto: Hendrik Schulz

Siegen.  Die Sanierung verzögert sich: Hohe Auslastung im Baugewerbe und unvorhergesehene Komplikationen bringen den Zeitplan der Uni Siegen ins Wanken.

Der Abschluss der Modernisierungsarbeiten auf dem Campus Adolf-Reichwein-Straße (AR) der Universität Siegen verzögert sich um einige Monate. Bis zur zweiten Jahreshälfte 2020 sollen die vier sanierten Gebäudeteile AR-H, -K, -M und -UB aber fertiggestellt und betriebsbereit sein.

Der ursprüngliche Zeitplan hatte eine gestaffelte Fertigstellung Ende 2019/Anfang 2020 vorgesehen. Die Campussanierung erfolgt im Rahmen des Hochschulbaukonsolidierungsprogramms (HKoP) und ist eines der größten Modernisierungsprojekte an Hochschulen in NRW. „Bei Vorhaben dieser Größenordnung und Komplexität lassen sich Verzögerungen leider nicht immer vermeiden. Die Zusammenarbeit zwischen BLB, Universität und der Baufirma Züblin funktioniert jedoch sehr gut, das Projekt befindet sich auf der Zielgeraden. Gemeinsam setzen wir alles daran, es nun zügig und erfolgreich abzuschließen“, sagt Isabelle Wortmann, die zuständige Projektleiterin beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW.

Übergangslösungen am AR-Campus der Uni Siegen bleiben bestehen

Das vorgesehene Budget werde nach wie vor eingehalten. „Eine Sanierung im Bestand auf einer Gesamtfläche von 100 bis 150 Einfamilienhäusern ist hochkomplex: Sämtliche Arbeitsschritte müssen fein getaktet und aufeinander abgestimmt werden, jederzeit kann es zu unvorhergesehenen Situationen kommen“, erklärt Uni-Kanzler Ulf Richter. So hatte sich beispielsweise die Schadstoffsanierung der Gebäudeteile als deutlich umfangreicher und zeitaufwendiger herausgestellt, als ursprünglich angenommen.

Im Bereich der Mensa erwies sich außerdem eine Zwischendecke als so marode, dass sie teilweise abgerissen und neu gebaut werden musste. Insbesondere beim Innenausbau gilt es, zahlreiche Gewerke untereinander zu koordinieren. Aufgrund der extremen Auslastung im Baugewerbe kommt es auch hier leicht zu Verzögerungen, die sich dann auf die weiteren Schritte auswirken.

Bis der „neue“ Campus vollständig fertig ist, bleibt auf dem Adolf-Reichwein-Campus die gewohnte Übergangslösung bestehen: Die Mietverträge für die Modulbauten der Interimsmensa und -Caféteria werden entsprechend verlängert, als Büro- und Seminarzentrum steht bis zum Abschluss der Maßnahme weiterhin die Haardter-Berg-Schule zur Verfügung. Auch die Interimsstandorte der Universitätsbibliothek bleiben bestehen, bis der Umzug der Bücher in die sanierte Bibliothek abgeschlossen ist.

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