Südwestfalen-Regionale

Uni Siegen macht Mathe-Stunden in 15 Schulen digital

Im Projekt DigiMath4Edu sollen Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht mit digitalen Werkzeugen arbeiten.

Im Projekt DigiMath4Edu sollen Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht mit digitalen Werkzeugen arbeiten.

Foto: Uni Siegen

Siegen.  Digitalisierung im Mathe-Unterricht in Siegen-Wittgenstein und Olpe: Das Regionale-Projekt erreicht bereits den zweiten Qualifizierungs-Stern.

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Digitale Bildung in Südwestfalen nachhaltig gestalten – das ist das Ziel des Projektes DigiMath4Edu („Mathematik Digital – Bildung im Mathematikunterricht gemeinsam gestalten: Digitalisierung als Chance“). Digitale Werkzeuge wie 3D-Drucker, Smartboards oder Anwendungen der Virtuellen Realität sollen vermehrt Einzug in den Mathematikunterricht halten.

Als erstes Projekt der Regionale 2025 erhielt DigiMath4Edu jetzt bereits den zweiten Stern. Der Ausschuss erkenne mit der Auszeichnung an, dass ein förderfähiges Gesamtkonzept inklusive detaillierte Zeit- und Finanzplanung vorliegt und Wirtschaftsvertreter angekündigt haben, das Projekt auch finanziell zu unterstützen, heißt es von der zuständigen Südwestfalen Agentur. Projekte, die am Ende des Bewerbungsprozesses drei Sternen erhalten haben, werden im Rahmen der Regionale 2025 umgesetzt und gefördert. Das Gesamtprojektvolumen liegt bei etwa 1,2 Millionen Euro.

„Wir bieten etwas, das für viele Schülerinnen und Schüler den Mathematikunterricht bereichern kann: Den direkten Bezug zur Lebens- und Arbeitswelt mit digitalen Werkzeugen“, erklärte Professor Dr. Ingo Witzke, Lehrstuhlinhaber für Didaktik der Mathematik der Uni Siegen. Durch den Alltagsbezug wollen die Siegener Wissenschaftler Schülerinnen und Schüler für Mathematik und Technik begeistern. Fünf allgemeinbildende Schulen (von der Grundschule bis zu den weiterführenden Schulen) pro Jahr über drei Jahre – also 15 Schulen insgesamt in Siegen-Wittgenstein und Olpe – wollen die Siegener fit für den digitalen Mathematikunterricht machen. Diese Schulen sollen zu digitalen Vorreitern werden.

Unterrichtsassistenten von der Uni

„Die Grundidee ist, dass Studierende begleitet durch die Mathematikdidaktik der Universität Siegen als Unterrichtsassistenten jeweils ein Jahr lang in eine Schule gehen, um den Lehrern vor Ort zu helfen, digitale Werkzeuge im Unterricht einzusetzen“, sagte Witzke. Authentische Perspektiven auf die Verwendung von Mathematik bringen Partnerunternehmen aus der Region ein. Unterstützung zugesagt haben neben vielen Unternehmen aus der Region insbesondere auch die Arbeitgeberverbände in Siegen-Wittgenstein und in Olpe, sowie die IHK Siegen. Hinzu kommt die systematische Begleitforschung. Das Projektteam erhebt Daten, filmt im Unterricht und erhält so evaluierte, fundierte und erprobte, praktische Unterrichtsvorschläge.

Das Projekt soll Modellcharakter haben, indem die Uni Siegen auch anderen Schulen über eine digitale Plattform Unterrichtskonzepte zur Verfügung stellt. Momentan läuft ein Pilotprojekt mit der Sekundarschule Olpe-Drolshagen.

Landrat besucht digitale Mathe-Stunde

Den ersten Regionale-Stern hatte Siegen-Wittgensteins Landrat Andreas Müller persönlich überreicht. Bei einem Besuch in der Mathematikdidaktik im Siegener Herrengarten hatte er auch die Gelegenheit, in eine Mathematikstunde mit digitalen Werkzeugen hinein zu schnuppern.

„Ein tolles Projekt, das man unbedingt umsetzen sollte“, betonte Müller anschließend. „Ich finde das Regionale-Projekt Digitale Mathematik empfehlenswert, weil es den Schülern mit spielerischen Mitteln Mathe erklärt. Darüber hinaus können sie erfahren, wie die Zusammenhänge zwischen Mathematik und Digitalisierung sind“, sagte Förderer Arndt G. Kirchhoff.

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