Energieeinsparung

Uni Siegen untersucht Energiemanagement von Unternehmen

Ziehen Bilanz: (von links) Martin Stein (Fraunhofer FIT), Nico Castelli, Prof. Gunnar Stevens, Prof. Volker Wulf (Uni Siegen), NRW-Umweltminister Johannes Remmel, Prof. Martin Hill (Uni Siegen) und Samy Gasmi (ASEW).

Ziehen Bilanz: (von links) Martin Stein (Fraunhofer FIT), Nico Castelli, Prof. Gunnar Stevens, Prof. Volker Wulf (Uni Siegen), NRW-Umweltminister Johannes Remmel, Prof. Martin Hill (Uni Siegen) und Samy Gasmi (ASEW).

Siegen.   Die Universität Siegen hat lang analysiert, wie Unternehmen Energie einsparen könne. Unterstützt wird das „Living Lab“ vom NRW-Umweltministerium.

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Möglichkeiten zur Energieeinsparung in der Wirtschaft entwickelten Wissenschaftler der Uni Siegen im Projekt „Living Lab Energy & Environment“. Die Forscher haben „drei Jahre lang mit Unternehmen Hand in Hand gearbeitet, um praxistaugliche Lösungen für ein besseres Energiemanagement zu entwickeln“, schreibt die Uni in einer Mitteilung.

Ziele

„Mit einem innovativen Energiemanagement können wirtschaftliche Potenziale bei der Energieeffizienz festgestellt werden“, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel – sein Ministerium förderte das Projekt – bei der Abschlussveranstaltung.

Und: „Eine intelligente digitalisierte Produktion eröffnet auch große Chancen für mehr Klima- und Ressourcenschutz.“ Das Forschungsprojekt liefere „grundlegende Erkenntnisse für die praktische Umsetzung in den Unternehmen.“

Vorgehen

„Living labs“ – also „lebendige Laboratorien“ – bedeutet, dass Wissenschaftler mit Nutzern direkt und in deren Umgebung zusammenarbeiten.

Im vorliegenden Fall entwickelten sie gemeinsam mit Unternehmen ein modulbasiertes Energiemanagement-System. „Es ist speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen ausgerichtet und passt sich flexibel an bereits existierende IT-Infrastrukturen in den Betrieben an“, schreibt die Uni.

Ergebnisse

Grundlage des Systems ist die automatische Erfassung und Aufbereitung von Energiedaten. Über Sensoren wird der Energieverbrauch des Unternehmens in Echtzeit festgestellt und interpretiert. Anhand der Daten lassen sich beispielsweise der Verbrauch einzelner Maschinen oder die Energiekosten pro Produkt ermitteln.

Ausblick

„Das Projekt hat gezeigt, wie herausfordernd und zugleich unabdingbar wichtig es ist, die Gestaltung von neusten IT-Anwendungen in der Unternehmenspraxis zu erforschen“, sagt der Projektverantwortliche der Uni Siegen, Prof. Volker Wulf vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien.

Die im Projekt entwickelten Kompetenzen und Lösungen sollen im Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik langfristig gebündelt und Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus wurden Software-Lösungen entwickelt, die einzeln nutzbar sind. Dazu zählt etwa der Strompreisrechner „energysim“: Er hilft Unternehmen, ihren Stromeinkauf zu optimieren und so bis zu 34 Prozent Energiekosten einzusparen, so die Uni.

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