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Uni Siegen verleiht den „Goldenen Monaco“: Die Nominierten

Eine bunte Truppe – das sind die diesjährigen Nominierten des studentischen Filmpreises "Der Goldene Monaco", der in fünf Kategorien vergeben wird.

Eine bunte Truppe – das sind die diesjährigen Nominierten des studentischen Filmpreises "Der Goldene Monaco", der in fünf Kategorien vergeben wird.

Foto: Goldener Monaco

Siegen.   Zum siebzehnten Mal wird der studentische Filmpreis „Der Goldene Monaco“ in diesem Jahr verliehen. Die Nominierten erklären ihre Projekte genauer

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Es ist jedes Jahr spektakulär, immer wieder anders und eine einmalige Gelegenheit für alle Filmemacher der Uni Siegen – die Verleihung des „Goldenen Monaco“ am 30. Mai steht kurz bevor und damit ihr den Überblick bei der Preisverleihung behaltet, zeigen wir euch hier die Nominierten der fünf Kategorien.

1. Beste Reportage

Nominiert sind die Projekte „Plugin Sommersemester17“, „Querstreifen – Bei Nacht“ und „WohnGAMEinschaft #3“, alle vom Team der studentischen Initiative CampusTV. Madeleine Meyn, die selbst bei CampusTV tätig ist, erklärt, was sich hinter den beiden ersten Projekten verbirgt: „Die Reportage „Querstreifen – Bei Nacht“, die CampusTV dieses Jahr produziert, beschäftigt sich mit verschiedenen Menschen, Organisationen und Arbeiten, die nachts stattfinden und selten bis nie Aufmerksamkeit bekommen.“ So sprechen sie beispielsweise mit Obdachlosen oder Graffiti-Sprayern, immer so unvereingenommen wie möglich. „Wir haben allen Gesprächspartnern eine Plattform gegeben, über ihre Tätigkeiten zu reden, ohne Wertung und Vorurteile“, so Meyn. Beinahe als Kontrast dazu will die Musiksendung „Plugin“ in erster Linie unterhalten. Entstanden ist sie aus einem Problem: „Durch Mangel an GEMA-Rechten dachte unsere Redaktion, dass wir einfach einen eigenen Song aufnehmen, den wir dann präsentieren können.“, erzählt Meyn. Denn eine Musiksendung ohne Musik funktioniert nicht. Die 19-Jährige ergänzt: „So wurden aus unseren Redaktionsmitgliedern Marco und Björn die beiden Künstler MDMArco und B-Boy.“ Damit war die Grundlage für die eigene Musik geschaffen. Aber auch darüber hinaus soll „Plugin“ laut Meyn „einfach Spaß machen“.

2. Bestes Musikvideo

Auch hier gibt es drei Nominierte: „Look what you made me do“ von Lukas Golenia, „Lutz – Wahrheit“ von Christian Rosenthal und „Stephen : Crossfire (fan edit)“ von Valentin Rocke.

Die Absicht hinter seinem Video „Lutz – Wahrheit“, das er gemeinsam mit Timo Großmann produzeirt hat, fasst Christian Rosenthal in einem Satz zusammen: „Unsere Idee war es, das beste Musikvideo aus Siegen zu drehen.“ Dabei rausgekommen ist ein Video, das so abwechslungsreich ist, dass man es mindestens zweimal schauen muss, um die Details wenigstens im Ansatz erfassen zu können.

3. Beste Idee

Nominiert sind Romy Langenberg für „Gegenstimme“, Jan-David Korporal für „Y.A.A.K.“ und Veronica Quint für „Hilfe“.

Die Intentionen hinter den Filmen sind zum Teil nicht direkt erkennbar oder aber, wie im Fall von Veronica Quints „Hilfe“ sehr eindeutig. Es geht um sexuelle Gewalt gegen Frauen, am Beispiel einer Partynacht, in deren Verlauf eine Frau die Avancen eines Mannes abweist, der sich damit jedoch nicht abfinden will. „Ich wollte dies in einem Film thematisieren, weil ich finde, dass es wichtig ist, dass wir unsere Augen öffnen“, sagt Quint und fügt hinzu: „Wenn man feiern geht und sieht, dass jemand zu viel getrunken hat, ist es kein großer Schritt hinzugehen und Hilfe anzubieten.“

4. Bester Kurzfilm

Nominiert sind: „L’homme en rouge“ von Alex Göke, „Cache Rien“ von Madeleine Meyn und „Contract“ von Lukas Golenia.

Dass hinter einem Film immer mehrere kreative Köpfe stecken, erklärt Lukas Golenia: „Wir sind als ‘Spiegellicht Productions’ eigentlich eine Gruppe aus fünf Leuten und in drei Kategorien nominiert“. Golenia hat zusammen mit Laura Nette, Sarah Fischer, Daniel Wied und Jörn Pfeiffer die Projekte „Contract“, „Look what you made me do“ und „DuoPiti: Metropolitan“ umgesetzt. Zum ersten Film verrät Golenia außerdem: „Der Film handelt von einem titelgebenden ‘Auftrag’, der den Protagonisten in Form eines Wanted-Posters in eine verlassene Villa führt, die von etwas scheinbar Übernatürlichem heimgesucht wird.“ Zunächst als Privatprojekt geplant, hat der Film seinen Weg unter die Nominierten gefunden.

5. Publikumspreis

Hierfür nominiert sind Joshua Suwelack für „Björg“, Sebastian Paxmann für „Die Rückkehr des SV Atlas“ und Laura Nette für „DuoPiti: Metropolitan“.

Zu seinem Film „Björg“, der sich mit einem speziellen WG-Mitglied beschäftigt, erzählt Suwelack: „Mein Projektstammt aus der Feder vieler Leute, die einen lustigen und etwas trashigen Film machen wollten, der sich selbst nicht zu ernst nimmt.“ In dem Film sollen sich laut Suwelack all diejenigen Studis wiederfinden, die mal in einer WG gewohnt haben. „Steckt nicht in jedem von uns ein bisschen Björg?“, grinst der 24-Jährige.

Diese Frage können sich die Besucher des „Monacos“ am Mittwoch selbst beantworten, wenn es wieder heißt: Wir feiern Filme machen!

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