Gesundheit

Universität Siegen erforscht Behandlungen im virtuellem Raum

Am Forschungsprogramm „New Medical Realities“ beteiligen sich außer Wissenschaftlern der  Uni Siegen auch leitende Ärztinnen und Ärzte aus Siegener Kliniken.

Am Forschungsprogramm „New Medical Realities“ beteiligen sich außer Wissenschaftlern der Uni Siegen auch leitende Ärztinnen und Ärzte aus Siegener Kliniken.

Foto: Uni Siegen

Siegen.  Sparkassenstiftung Zukunft fördert das Forschungsvorhaben „New Medical Realities“ der Uni Siegen mit 32.000 Euro: für neue Wege in der Medizin.

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Muskelaufbau in virtueller Umgebung, Ernährungstraining mit der VR-Brille: Das Programm „New Medical Realities“ der Universität Siegen erforscht die digital unterstützte gesundheitliche Versorgung mittels innovativer Technologien. Die Sparkassenstiftung Zukunft fördert das Vorhaben mit 32.000 Euro.

Das Projekt

Das Forschungsprogramm ist Teil der „Digitalen Modellregion Gesundheit“ des Forschungskollegs (Fokos) sowie der Lebenswissenschaftlichen Fakultät (LWF) der Uni Siegen und findet in Kooperation mit leitenden Ärzten aus den drei Siegener Kliniken statt. Ziel der „New Medical Realities“ ist „eine digital unterstützte prä- und postoperative Forschung zu Adipositas, Refluxbeschwerden oder chronischem Rückenleiden“, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Im Fokus stehen Fragen, wie mittels Virtual Reality, Augmented Reality oder Holografie zeit- und ortsunabhängigere Therapieformen für gesündere Ernährung und mehr Bewegung entwickelt oder erweitert werden können“.

Die Beispiele

Ernährung: „Patienten können innerhalb einer virtuellen Umgebung den Umgang mit Lebensmitteln in Form von gesunder und weniger gesunder Nahrung motiviert üben“, schreibt die Uni. Dadurch könnten die Anwender „ein bewusstes und gesundes Konsum- und Ernährungsverhalten nachhaltig erlernen“.


Regeneration: Nach einer Rückenoperation könne beispielsweise mit am Körper getragenen Sensoren „in virtuellen Umgebungen durch sogenannte Tracker ein gezielter Muskelaufbau gefördert werden“. Diese digitale Unterstützung mache Bewegungsabläufe messbar, analysiere diese und gebe darauf basierend Rückmeldungen über richtig ausgeführte Übungen – und natürlich über nicht korrekt oder suboptimal ausgeführte Bewegungsabläufe.

Das Reallabor

Das übergeordnete Vorhaben „Digitale Modellregion Gesundheit“ befasst sich mit „Fragestellungen der gesundheitlichen Versorgung in verschiedenen Landkreisen des Dreiländerecks Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen“, erläutert die Uni. „Hier wird im Reallabor geforscht“, sagt Prof. Dr. Joachim Labenz, Medizinischer Direktor Diakonie Klinikum Jung-Stilling. Als Projektpartner und Facharzt für Innere Medizin unterstützt er insbesondere die Forschung im Bereich der Refluxkrankheit. Hier hat er gemeinsam mit seinem Chefarzt-Kollegen Prof. Dr. Frank Willeke, Chirurg und Ärztlicher Direktor im St. Marien-Krankenhaus Siegen, vor Jahren das Reflux-Zentrum Siegerland gegründet, „das Leuchtturmcharakter über die Region hinaus aufweist“, wie es weiter heißt.

Die Förderung

Die finanzielle Unterstützung seitens der Sparkassenstiftung ermögliche es, „umfassendes Expertenwissen in unsere Forschung einzubinden“, sagt Prof. Björn Niehaves, Direktor des Fokos. Unter anderem solle eine interdisziplinäre Fachkonferenz ausgerichtet werden, die Vertreterinnen und Vertreter aus Medizin, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringt.

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