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Campusride: Selbsttest der Mitfahr-App für die Uni Siegen

Die App "campusride" ist sowohl für Fahrer als auch für Mitfahrer geeignet - so werden Fahrgemeinschaften unter Studis so einfach wie möglich gebildet.

Foto: Wina Benner

Die App "campusride" ist sowohl für Fahrer als auch für Mitfahrer geeignet - so werden Fahrgemeinschaften unter Studis so einfach wie möglich gebildet. Foto: Wina Benner

Weidenau.   Die App Campusride bietet die Möglichkeit, eine Fahrgemeinschaft zu bilden. Man kann sie sowohl als Fahrer und Mitfahrer nutzen.

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Vor mir auf dem Tisch der Cafeteria liegt ein dunkler postkartengroßer Flyer, auf dem man schemenhaft eine Person im Auto erkennen kann. In der Mitte prangt ein abstraktes Logo und darunter der Schriftzug „Campusride“. Das macht mich neugierig und ich drehe den Zettel um. „Deine kostenlose Mitfahrzentrale für Studierende der Uni Siegen. Plane gemeinsame Fahrten zum Campus, zu Festivals, zum Einkaufen oder zum Sport“, steht da. Interessant! Die Karte verschwindet in meiner Tasche, denn ich will wissen: Wie läuft das eigentlich ab mit Campusride? Kurzerhand wird das Smartphone gezückt und die App heruntergeladen, die passend zum Anfang dieses Semesters veröffentlicht wurde.

1. Die Grundlagen

Zuerst muss ich mich auf der Website mit meiner studentischen E-Mail-Adresse registrieren und kann mich dann in der App anmelden. Am unteren Bildschirmrand stehen vier Kategorien: „Home“, „Meine Fahrten“, „Gruppen“, „Aktivitäten“ und „Profil“. Mir werden neun Gruppen verschiedener Gebiete vorgeschlagen; etwa Kreuztal oder Geisweid; mit je drei bis neunzehn Mitgliedern, denen ich beitreten kann. Ich wähle Kreuztal und Weidenau aus, das sind meine häufigsten Anlaufstellen. Jetzt werden mir bei „Home“ verschiedene Fahrten angezeigt. Ein grüner Punkt lenkt meinen Blick auf den Namen des Fahrers, direkt darunter prangen Start- und Zielort, ein Pfeil zeigt die Fahrtrichtung an. Das typische Personenemoticon daneben veranschaulicht, wie viele Leute mitfahren können und wie viele sich schon angemeldet haben. Einige haben angegeben, wie viel Benzingeld sie gerne haben möchten, doch anderen scheint das wiederum nicht so wichtig zu sein. Rechts oben befindet sich bei jeder Fahrt die Startzeit und das Datum. Alles ist sehr übersichtlich und einfach zu bedienen.

2. Das Anfragen

Ich suche mir also zwei Fahrten aus und drücke auf „Fahrt anfragen“. Kurze Zeit später werde ich bestätigt und kann mit dem ersten Fahrer, André Reichenbach, chatten. Er erzählt mir, dass er von der App über einen Radiobeitrag erfahren und auch schon gute Erfahrungen gemacht hat. Er ist sehr zufrieden und sagt: „Auch die Abstimmung mit den anderen klappt gut“. Eine weitere Studentin ist über die Facebook-Gruppe „Mitfahrgelegenheiten Siegen“ auf Campusride aufmerksam geworden, in der sie vorher immer ihre Fahrten angeboten hatte. Sie sagt: „Die App an sich ist eine super Sache: einfach zu bedienen und zu nutzen, man hat Mitfahrer hauptsächlich im eigenen Alter, da sie für Studenten konstruiert wurde. Sie ist übersichtlich und es werden ausschließlich aktuelle Angebote angezeigt.“ In den Chats herrscht eine entspannte und freundliche Atmosphäre. Kurz darauf habe ich jemanden gefunden, der in zehn Minuten von Kreuztal zum Campus Adolf-Reichwein-Straße fährt. Die Fahrt verläuft unproblematisch und „mein“ Fahrer möchte kein Spritgeld – er wäre die Strecke sowieso gefahren.

3. Das Anbieten

Jetzt will ich herausfinden, wie man die App als Fahrer nutzt, ich selbst bin ja eher der Mitfahrertyp. Auf der Startansicht leuchtet unten rechts ein Stiftsymbol auf pinkfarbenem Hintergrund. Nach einem Klick kann ich all die Daten, die ich vorhin schon bei den einzelnen Fahrten sehen konnte, eintragen. Nett finde ich auch, dass ich ein Kästchen mit einem Häkchen versehen kann, falls ich nur Mitfahrer meines eigenen Geschlechts mitnehmen möchte. Falls mir noch andere Informationen einfallen, ist es kein Problem, auch diese unterzubringen, und zwar im Bemerkungsfeld. Um das ganze persönlicher zu machen, gibt es die Möglichkeit, sowohl von mir als auch von meinem Fahrzeug ein Bild hochzuladen.

4. Das Fazit

Manche Leute vertragen zu hohe Geschwindigkeiten nicht gut, deshalb wäre eine Bemerkung zum Fahrverhalten von Vorteil. Ist der Fahrer eher ein Raser oder durchschnittlich schnell unterwegs? Eine Bewertungsfunktion wäre super. Ansonsten finde ich die App richtig gut und eine tolle Möglichkeit, sich mit anderen Studierenden zwecks Fahrgemeinschaft in Verbindung zu setzen. Ich kann Campusride definitiv nur weiterempfehlen! Es ist toll, dass sich das Team daran gesetzt hat, in ihrer Freizeit eine solche App zu entwickeln, von der wir alle nur profitieren können. Also meldet euch an, fahrt (mit) und lernt nette Leute kennen!

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