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Petition für Mikrowellen in der Mensa der Universität Siegen

Mit der Petition „Mikrowellen in der Mensa der Uni Siegen“ soll zunächst ermittelt werden, ob es einen Bedarf gibt.

Mit der Petition „Mikrowellen in der Mensa der Uni Siegen“ soll zunächst ermittelt werden, ob es einen Bedarf gibt.

Foto: Anna Schüttler

Weidenau.   Julia Grimm möchte es allen Studis ermöglichen, Essen selbst zu erwärmen und damit unabhängig vom Mensaangebot zu sein. Petition als Meinungsbild

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Egal ob Lebensmittelunverträglichkeiten, Geld oder Diäten – es gibt viele Gründe, weshalb man als Studi die Lebensmittelangebote der Universität nicht annehmen kann. Aus diesem Grund hat Julia Grimm, sie studiert Medien und Gesellschaft an der Uni Siegen, eine Petition gestartet, um herauszufinden, wie viele Studis sich Mikrowellen in den Mensen wünschen würden. Diese würden es ermöglichen, ihr selbst zubereitetes, mitgebrachtes Essen zu erwärmen.

Petition für ein erstes Meinungsbild

Vor wenigen Wochen startete sie eine Petition, um ein Meinungsbild ihrer Kommilitonen zu bekommen, ob sie sich auch Mikrowellen wünschen würden. Viele Studis haben durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien oder bestimmte Diäten nicht die Möglichkeit, die Nahrungsmittelangebote der Uni anzunehmen.

Auch Menschen, die wegen ethischen oder religiösen Gründen bestimmte Lebensmittel nicht essen, dürfen dabei nicht vergessen werden. Obwohl die Mensa schon viele Möglichkeiten bietet, kann es vorkommen, dass einem die angebotenen Gerichte nicht zusagen. Für Studis, auf die diese Punkte zutreffen, oder diejenigen, die sich das Geld lieber sparen wollen, wäre das Angebot von Mikrowellen durchaus attraktiv und so argumentiert auch die Petitionsstarterin.

Geräte in Fachschafts-Büros

Über fünfzig Studis stimmen ihr zu, aber die Idee stieß auch auf einige Kritiker. Unter Julias Post mit der Petition in der Facebook-Gruppe „Uni Siegen“ wird vor allem die Frage laut, wer die Geräte denn reinigen würde, denn viele glauben, dass die Kommilitonen hinter sich nicht aufräumen werden.

Auch wird angemerkt, dass es bereits Mikrowellen in bestimmten Büros gibt, die man als Studi verwenden kann. Jedoch wissen die meisten nichts von diesen Angeboten und es ist auch fraglich, ob man mit seinem Essen erst noch zu einer Mikrowelle im Büro eines Fachschaftsrates laufen möchte, um sich dann anschließend zu seinen Freunden in die Mensa zu setzen.

Die Petition mit dem Titel „Mikrowellen in der Mensa der Uni Siegen“ findet ihr hier.

>>>>INTERVIEW mit Julia Grimm: „Versuch wert“

1 Warum sollte es Mikrowellen an der Uni geben?

Unsere Uni ist bunt. Wir sind alle unterschiedlich und haben verschiedene Essgewohnheiten und Geschmäcker. Essen ist eine höchst individuelle Sache und ich finde, durch die Anschaffung von Mikrowellen kann man noch mehr auf die Bedürfnisse der Studierenden eingehen. So kann jeder selbst entscheiden, was er mitnimmt. Die Mensa kann ja nicht jedem gerecht werden. Außerdem finde ich, dass es an dem Standort Unteres Schloss eine gute Möglichkeit ist, die Zeit bis zur Mensaeröffnung angenehmer zu gestalten.

2 Wieso hast du die Petition gestartet?

Ich habe das getan, um herauszufinden, ob das überhaupt von der Studierendenschaft gewollt ist. Ich erwarte nicht, dass man quasi nur für mich mehrere hundert Euro ausgibt. Ich wollte den Dialog anregen und mich dafür einsetzen, weil es mir einfach fehlt.

3 Wie beurteilst du die Reaktionen?

Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Es fanden sehr viele konstruktive Gespräche statt, ich erfuhr, dass es Möglichkeiten gibt, bei den Fachschaftsräten und Initiativen Mikrowellen zu nutzen. Ich finde jedoch trotzdem, dass Mikrowellen in der Mensa auf jeden Fall einen Versuch wert sind. Schade fand ich auch die Reaktion der Betreiber der Facebook-Seite der Uni, denn sie haben meine Bitte auf ein „teilen“ als persönliches Thema abgetan, obwohl es mir darum ging, es nicht zur persönlichen Angelegenheit werden zu lassen. Ich wünsche mir, dass es anerkannt wird, dass Leute sich in welcher Form auch immer für eine schönere Uni einsetzen.

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