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StuPa-Wahl: Junge Union bekommt erneut sechs Sitze

In der ehemaligen Haardter-Berg-Schule machten die Listen fleißig Werbung für ihre Ziele und Pläne.

In der ehemaligen Haardter-Berg-Schule machten die Listen fleißig Werbung für ihre Ziele und Pläne.

Foto: Antonia Jost

Weidenau.   Die Wahlbeteiligung ist in diesem Jahr auf 8,5 Prozent gesunken. Neue Listen „SDS.Die Linke“ und „Liberale HSG“ erhalten je zwei Sitze.

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Jedes Jahr ist es ein Wahlplakat- und Wählerkampf sondersgleichen, sowohl online als auch offline: An der Uni Siegen wählten die Studis vergangene Woche das Studierendenparlament (StuPa) und die Fachschafträte. Von Montag bis Freitag konnten Studierende ihre Stimme an allen Campus abgeben.

Während die Fachschafträte in Einheitslisten gewählt wurden, kämpften um den Einzug in das StuPa gleich sieben verschiedene Listen. Nach vorläufigem Endergebnis konnte die Junge Union ihre sechs Sitze verteidigen und stellt damit auch in der kommenden Legislatur die stärkste Fraktion. Neu eingezogen sind die Liberale Hochschulgruppe und SDS.Die Linke mit jeweils zwei Sitzen.

Für eine Neuauflage des bisherigen Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) aus Juso HSG (5 Sitze), Fak4StuPa (3 Sitze) und dem grün alternativen Wahlbündnis (gaW, 3 Sitze) reicht es nicht, da Fak4StuPa und gaW im Vergleich zum Vorjahr je einen Sitz verloren haben. Die verbleibenden vier Sitze gehen an die GesamtLinke Liste (GLL). Die Wahlbeteiligung lag mit 8,51% rund 1,5 Prozentpunkte unter der des Vorjahres.

Ungewisse Zukunft

Ein abschließender Bericht des Wahlausschusses lag zum Redaktionsschluss noch nicht vor. Auf Anfrage erklärte Wahlleiter Julian Hopmann, dass es keine besonderen Vorkommnisse bei der Ausführung der Wahlen gegeben habe. Lediglich der für den Transport der Wahlurnen gemietete Studibus wurde durch eine Unachtsamkeit des Fahrers beschädigt.

Wie hoch der verursachte Schaden ist, ist nicht bekannt. In den kommenden Tagen besteht noch eine Frist zur Anfechtung der Wahl, die, laut Wahlordnung, sechs Tage nach Veröffentlichung des Wahlberichtes endet.

Nach Ablauf dieser Frist bleiben dem Wahlleiter vierzehn Tage, um zur konstituierenden Sitzung des Studierendenparlamentes einzuladen. In der Folge steht dem neu gewählten Parlament eine schwierige Zeit bevor, da die Mehrheitsverhältnisse keinerlei Aufschluss darüber geben, wer in der Zukunft den AStA bilden wird, der mit einfacher Mehrheit vom Studierendenparlament gewählt wird.

Mögliche Pläne

Ein für Studierende wichtiges Thema in der kommenden Legislatur ist unter anderem die mögliche Einführung der seit langen Jahren geforderten All-In-One-Card, die nun immer konkreter zu werden scheint. Hier steht vor allem die Forderung nach Datenschutz im Vordergrund, die die neuen Mandatstragenden vor der Verwaltung der Uni verteidigen wollen.

Auch die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum in der Stadt Siegen war im Wahlkampf ein großes Thema der Listen. Wie dieses Thema die Arbeit im StuPa bestimmt, wird spannend zu beobachten. Darüber hinaus bestimmen AStA und StuPa über den Haushalt der Verfassten Studierendenschaft, der ein Volumen von rund 640.000 Euro aufweist.

Bis zur Wahl eines neuen AStA bleibt der bisherige kommissarisch im Amt. Eine Frist zur Bildung des AStA gibt es nicht. Es kann also noch eine Weile dauern, bis sich der neue Allgemeine Studierendenausschuss gebildet hat.

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