Lesermeinung

Unmut über Philharmonie-Umzug nach Siegen

Chefdirigent Charles Olivieri-Munroe hat sich für einen Umzug nach Siegen stark gemacht.

Foto: Hendrik Schulz

Chefdirigent Charles Olivieri-Munroe hat sich für einen Umzug nach Siegen stark gemacht. Foto: Hendrik Schulz

Einstimmung auf Siegen.   Die Pläne für das Haus der Musik und der damit verbundene Umzug der Philharmonie nach Siegen ernten nicht nur Zuspruch. Dazu eine Lesermeinung.

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Lesermeinung: „Im Jahr 1946 gründete Friedrich Deisenroth die Orchesterschule Siegerland-Wittgenstein, in den Räumen des ehemaligen Reichsarbeitsdienstes in Hilchenbach.

Diese Musikschule ging 1957 im Nachwuchs-Sinfonie-Orchester auf, es folgte das Siegerland-Orchester und schließlich die Philharmonie Südwestfalen. Sitz war seit 1946, also immerhin 72 Jahre, die Stadt Hilchenbach. Forderungen nach einem Ortswechsel wurden von Dirigenten nicht gestellt.

Das änderte sich, als der Nachfolger des beliebten Russell N. Harris, der „Weltbürger“ Charles Olivieri-Munroe (so im Hilchenbacher Kulturausschuss begrüßt), im Jahr 2013 einen Umzug in die Universitätsstadt Siegen verlangte.

Diese Steilvorlage nutzten die Wortführer in der Philharmonie-Stiftung und im Trägerverein, die schon lange mit Hilchenbach fremdelten. Sie ließen ein Konzept für ein Haus der Musik erstellen, natürlich mit Sitz in der Universitätsstadt Siegen. Die Bemühungen haben sich offensichtlich für die Initiatoren gelohnt.


Für die Stadt Hilchenbach bleibt die traurige Erkenntnis, dass sich das Oberzentrum Siegen gerne an Einrichtungen der Umlandgemeinden bereichert und die Bedürfnisse der betroffenen Menschen ignoriert.

Hilchenbach kann in seinem Archiv das Kapitel „Orchesterschule...etc“ abschließen und damit deckeln. Ein trauriger Abschluss.“


Wolfgang Ruth, Hilchenbach

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