Verzicht – Nico Paech lebt, was er lehrt

Siegen.   Zum Thema „Nachhaltigkeit, Klimaschutz und der neue Ablasshandel“ spricht der Postwachstumsökonom Niko Paech am Donnerstag, 23. November, um 20 Uhr beim Forum Siegen im Lyz, St.-Johann-Straße 18.

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Zum Thema „Nachhaltigkeit, Klimaschutz und der neue Ablasshandel“ spricht der Postwachstumsökonom Niko Paech am Donnerstag, 23. November, um 20 Uhr beim Forum Siegen im Lyz, St.-Johann-Straße 18.

Niko Paech ist Begründer der Postwachstumsökonomie. Der 56-jährige studierte Volkswirt lebt, was er lehrt. Er nutzt kein Flugzeug, besitzt kein Auto, kein Haus, keine eigene Waschmaschine, keinen eigenen Computer und hat einen Halbtagsjob. An der Universität Siegen lehrt er als außerplanmäßiger Professor „Alternatives Wirtschaften und Nachhaltigkeit“, „Gemeinwesenorientiertes Wirtschaften“ und eben „Postwachstumsökonomie“ im noch recht jungen Master-Studiengang „Plurale Ökonomik“.

Niko Paech ist es wichtig, als Mensch nur in dem Maß ökologische Schäden zu hinterlassen, in dem diese global übertragbar sind. Bei rund 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde bedeutet dies, dass der individuell verursachte CO2-Ausstoß einen Umfang von 2,5 kg nicht übersteigen darf. Dafür ist ein Bewusstsein vonnöten, das in die Reduktion des individuellen Lebensstils mündet. Eine Flugreise ist dabei nicht drin, das Pendeln per Bahn zwischen Siegen und Oldenburg schon. Niko Paech erachtet es als „dekadent“, die ganze Welt sehen zu wollen. Es sei eine Paradoxie, dass es noch nie in der Geschichte so viel Nachhaltigkeitssymbolik gegeben habe wie heute, konstatiert Paech. Dabei stiegen die Pro-Kopf-Verbräuche an Ressourcen weiter an.

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