Kino

Viktoria Dahlbruch zeigt „Der Herr der Ringe“-Film-Marathon

„Ein Ring, sie zu knechten“: Elijah Wood spielt den Hobbit Frodo, Hauptfigur in den „Der Herr der Ringe“-Filmen. Das Viktoria in Dahlbruch zeigt alle drei Filme am Stück – jeweils in der Special Edition.

„Ein Ring, sie zu knechten“: Elijah Wood spielt den Hobbit Frodo, Hauptfigur in den „Der Herr der Ringe“-Filmen. Das Viktoria in Dahlbruch zeigt alle drei Filme am Stück – jeweils in der Special Edition.

Foto: New Line Cinema / Enterpress / PICTURE ALLIANCE / DPA

Dahlbruch.  Auf nach Mittelerde! Das Viktoria Filmtheater Dahlbruch zeigt alle drei „Der Herr der Ringe“-Filme am Stück: Ein Marathon von über zwölf Stunden.

Frodo und Sam haben den Schicksalsberg erklommen. Gandalf kehrte von den Toten zurück. Und Legolas hat sicher verdammt viel Zeit mit der Pflege seiner Haare verbracht. Gemessen an diesen Strapazen sind zwölf Stunden im Kino nichts, schon gar nicht für Fans: Das Viktoria Filmtheater zeigt am Samstag, 26. September, alle drei Teile von Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“ am Stück – und das in der Special Edition. Um 13 Uhr geht’s los.

Mit der Idee, die „Der Herr der Ringe“-Reihe wieder einmal zu zeigen, ging Viktoria-Betreiber Jochen Manderbach schon länger schwanger. Die überwältigenden Landschaftsaufnahmen, die wirklich epochalen Schlachtszenen sind für den Kinosaal gemacht. „Ich habe die Herr-der-Ringe-Filme seit damals selbst nicht mehr gesehen“, sagt Jochen Manderbach – Teil 1 kam 2001 heraus, Teil 3 erschien 2003. Er habe die DVD-Box, mehrfach lief die Reihe im Fernsehen, „aber ich habe immer nach fünf Minuten abgeschaltet. Das wirkt einfach nicht. Diese Filme brauchen die große Leinwand.“

Viktoria Filmtheater Dahlbruch: 674 Minuten „Der Herr der Ringe“ in der Special Edition

Ohne Frage, 674 Minuten sind schon eine Hausnummer, unterbrochen allerdings von zwei halbstündigen Pausen. „Wir haben so etwas lange nicht gemacht und auf Facebook gefragt, was den Leuten lieber ist: An drei Wochenenden in Folge jeweils ein Film oder ein Marathon am Stück?“, erklärt Jochen Manderbach. Das Ergebnis: etwa halb/halb.

Recht einfach wurde die Entscheidung in dieser Patt-Situation dann aufgrund einer Entscheidung des Verleihs. Der gab nämlich bekannt, dass die Rechte für die Special Edition Ende September auslaufen, und in dieser Version seien die Filme „schon damals selten in den Kinos zu sehen“ gewesen, betont Jochen Manderbach. Also fiel die Wahl auf den letzten Samstag im September. „Manchmal steckt der Nazgûl im Detail...“, kommentiert der Kinobetreiber. (Nazgûl sind drachenähnliche, bösartige Wesen aus dem Herrn der Ringe. Jochen Manderbach ist selbst eben auch Cineast.)

Viktoria Dahlbruch zeigt mit „Der Herr der Ringe“ das „Triple alles Tripels“

Diese Trilogie sei „das Triple aller Triples“, sagt der Viktoria-Chef. „Ich habe die Bücher gelesen. Es ist eine tolle und spannende Geschichte, für die Peter Jackson adäquate Bilder gefunden hat.“ Das ist in diesem Fall durchaus etwas Bemerkenswertes, denn die Buchvorlage von J.R.R. Tolkien galt lange als unverfilmbar. Es gab vorher lediglich eine Zeichentrickfassung von 1978, doch an eine Realverfilmung traute sich lange niemand heran.

Ob viele Leute am Samstag kommen werden – Jochen Manderbach lässt sich überraschen. Die Zeiten, wo Kinos bei Film-Marathons die Türen eingerannt wurden, seien vorbei. Zwar gäbe es Häuser, die etwa alle „Harry-Potters“ hintereinander weg zeigten oder 24 Stunden Marvel-Filme am Stück. Aber schon Reihen wie „Indiana Jones“ oder „Star Trek“ zögen nicht mehr. „Wer will das gucken, wenn die alle zwei Wochen im Fernsehen laufen?“ „Der Herr der Ringe“ hätte da mit seiner Bildgewalt noch andere Chancen. Und wenn der Saal nicht überlaufen ist, passt das aktuell gut in die Zeit: Bei 364 Plätzen ist es dann kein Problem, dass die Besucherinnen und Besucher sich großflächig verteilen können. Am Platz übrigens kann die Maske abgenommen werden, in allen anderen Bereichen ist sie – natürlich – zu tragen.

Reservierungen und Kartenvorbestellungen für das „Der Herr der Ringe“-Special im Viktoria Filmtheater, Bernhard-Weiss-Platz 6, am Samstag, 26. September, sind auf viktoria-kino.de möglich (Parkett 15, Balkon 18 Euro). Beginn ist um 13 Uhr, Ende gegen 1.30 Uhr. Die Filme sind frei ab 16 Jahren.

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