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Von Orléans nach Siegen

Foto: Michael Fassel

Siegen/Orléans.  Cécile Grouard studiert für ein Jahr an der Uni Siegen. Ihr gefällt die Stadt und besonders die Kultur – auch wenn es schwer ist, einen Parkplatz zu finden.

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„Ich finde es schön hier.“ Ein Satz, den man von Siegener Studis sehr selten hört, die französische Studentin Cécile Grouard aus Orléans allerdings gefällt die Stadt. Sie ist für Jahr ins Siegerland gezogen, um im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes Europäische Wirtschaftskommunikation zu studieren. Nach einem halben Jahr zieht sie nun eine ausgesprochen positive Bilanz: „Siegen ist so ähnlich wie Orléans“, berichtet Cécile. An der renommierten Uni dort gebe es „aber viel weniger Studenten als in Siegen. Hier gibt es mehr Feiern, mehr Angebote für Studenten, mehr Kultur.“, sagt sie mit einem strahlenden Lächeln. Sie bevorzuge vor allem die kleinen Veranstaltungen in der Oberstadt und mag die Kneipenszene.

Der Anfang

Dabei hat sie sich gar nicht bewusst für Siegen entschieden. „Ich wollte einfach nur ins Ausland“, erklärt Cécile. „Ich hatte den Wunsch, mein Deutsch zu verbessern.“ Schon in der Schule habe sie angefangen die Sprache zu lernen. „An meiner Schule musste ich mich für Spanisch oder Deutsch entscheiden.“

Dass sie nun ausgerechnet hier gelandet ist, hat sich durch die Partnerbeziehungen zwischen der Uni in Orléans und der Uni Siegen ergeben. Doch zu Beginn hat ihr Aufenthalt in Siegen auch einige Tücken bereit gehalten. „Es ist sehr schwierig, hier einen Parkplatz zu finden“, sagt sie und rollt die Augen. Dennoch äußert sie sich löblich über die deutsche Bürokratie, die viel schneller als der französische Verwaltungsapparat arbeite.

Die Zukunft

Ihre Pläne sind groß: Grouard möchte nach Berlin, die Museen besichtigen, denn die Französin hat nicht nur sehr gute Deutschkenntnisse, sondern auch eine Ausbildung zur Grafikdesignerin und ist sehr kunstinteressiert. Sie träumt davon, als Tätowierungskünstlerin zu arbeiten, am liebsten in ihrem eigenen Tattoo-Studio. Ob in Frankreich oder Deutschland, könne sie heute noch nicht sagen. „Wenn ich hier Arbeit finde, bleibe ich hier.“, erklärt sie. Vielleicht erwirbt sie im Studium der Europäischen Wirtschaftskommunikation ja hilfreiche Fertigkeiten, wenn sie sich eines Tages mit einem Tattoo-Studio selbstständig machen möchte.

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