Gründungsmitglied

Vorsitzende des Siegener Behindertenbeirats tritt ab

Bei der Verabschiedung (von links): Nicole Scherzberg, Birgit Rabanus, Rainer Damerius und Regina Weinert (hinten).

Foto: Beirat der Menschen mit Behinderung Siegen

Bei der Verabschiedung (von links): Nicole Scherzberg, Birgit Rabanus, Rainer Damerius und Regina Weinert (hinten).

Siegen.   Seit 2010 lenkt sie die Geschicke des Gremiums. Jetzt gibt Birgit Rabanus das Amt ab und blickt zurück auf das Erreichte.

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Nach der Vorankündigung im Frühjahr war es jetzt soweit: Birgit Rabanus, die seit der Gründung des ersten Siegener Behindertenbeirats im Mai 2010 als Vorsitzende aktiv ist, legte diese ehrenamtliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nieder. Nun verabschiedete sie sich von den Beiratsmitgliedern, Assistenzkräften, Gebärdensprach-Dolmetscherinnen, Behindertenbeauftragten und der Protokollantin.

Einiges erreicht

Sie bedankte sich für die gute und kooperative Zusammenarbeit. Es habe sich im Laufe der Zeit ein vertrauensvolles Miteinander entwickelt. Natürlich sei dieser Prozess nicht ohne Verständigungsschwierigkeiten und Meinungsverschiedenheiten verlaufen. Und das sei ja auch kein Wunder, wenn sich eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Erkrankungen oder Behinderungen zusammenfinden würden.

Ob hör- oder sehbehindert, in der Mobilität oder in der Lernfähigkeit beeinträchtigt und/oder von chronischen Erkrankungen betroffen, alle hätten ihre „Sicht der Dinge“ eingebracht. Birgit Rabanus zog Bilanz: Bereits kurz nach Ernennung des ersten Beirats hatte das Gremium den Leitfaden „Barrierefreies Bauen im Straßenbereich der Stadt Siegen“ verabschiedet und der Rat der Stadt Siegen war dieser Empfehlung gefolgt. Dadurch sei für Verwaltung und Politik erkennbar, wie inklusive Verkehrsplanung und barrierefreier Straßenbau aussehen müssen.

Leitsystem für Blinde

Weil dieser Leitfaden seitdem bei Bauvorhaben der Stadt als Grundlage gelte, sei inzwischen, so Rabanus, zum Beispiel an Bushaltestellen und Überwegen im Stadtgebiet sichtbar, wie ein gutes Leitsystem für Blinde und gleichzeitig bequeme Querungshilfen für Personen mit Rollstuhl oder Rollator in Kombination möglich seien.

Mit Beispielen fehlender Barrierefreiheit habe sich der Beirat befasst, wie Stolperfallen in der Innenstadt und an Bahnhöfen. Referenten informierten über „Leichte Sprache“ und die Inklusive Verwaltung, kommentierten die Pflegeerweiterungsgesetze und zeigten auf, was zum Beispiel eine barrierefreie Homepage ist. Rückblickend habe der Beirat, so Birgit Rabanus, einen guten Weg gefunden, Themen aufzugreifen.

Die Sitzungen des Beirats sind öffentlich und finden im großen Sitzungssaal im Rathaus Geisweid statt. Die nächste Sitzung findet am 17. September um 17 Uhr statt.

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