Kampfmittel

Weltkriegsgranathülsen bei Gleisarbeiten in Burbach gefunden

Mario Janowski mit zwei der gefundenen Geschosshülsen

Mario Janowski mit zwei der gefundenen Geschosshülsen

Foto: Jürgen Schade

Burbach.  Bei Arbeiten zwischen Burbach-Holzhausen und Haiger entdeckt der Bautrupp Munition: Im Zweiten Weltkrieg wurde wohl ein Munitionszug beschossen.

Zwischen Holzhausen und Haiger werden derzeit die Gleise der Hellertalbahn erneuert. Bei Arbeiten mit einem „Gleisschotterbett-Reinigungszug“, mit Hilfe dessen der Schotteruntergrund zunächst gelockert wird, bevor später Schwellen verlegt werden, hat der Bautrupp am Freitag, 18. September, unter der Lemmersbergbrücke mehrere Granathülse aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, vermutlich Flak- und Artilleriegeschosse.

Wie von dem Anwohner Frank Lipke aus Niederdresselndorf zu erfahren war, haben hier die Alliierten vor Ende des zweiten Weltkrieges einen Munitionszug mit Flakgeschützen beschossen. Als dies wenig half, wurde der Zug dann mit Bomben aus Flugzeugen bombardiert und in die Luft gesprengt.

Sprengmeister sammelt dutzende Geschosshülsen ein

Arbeiter Mario Janowski informierte über die Munitionsfunde seinen Vorgesetzten, der das Ordnungsamt der Gemeinde Burbach in Kenntnis setzte und die alarmierten dann den Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe, der am frühen Nachmittag eintraf.

Sprengmeister Rainer Woitschek sammelte dutzende Geschosshülsen ein, bei denen er nicht sofort klären konnte, ob die Zünder womöglich noch intakt waren. „Auch nach über 75 Jahren kann solch ein Zünder noch viel Schaden anrichten“, so der Sprengmeister. Er ließ die Gleisarbeiten in dem Bereich einstellen, hier müssen Kampfmittelräumer zunächst klären, ob eventuell scharfe Geschosse im Gleisbett liegen.

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