Bildung

Wilnsdorfer Fraktionen sind gegen Zentralisierung der Kitas

Bürgermeisterin Christa Schuppler habe es in der Hand,  ein dezentrales Angebot zu ermöglichen, heißt es in der Mitteilung der beiden Fraktionen.

Foto: Steffen Schwab

Bürgermeisterin Christa Schuppler habe es in der Hand, ein dezentrales Angebot zu ermöglichen, heißt es in der Mitteilung der beiden Fraktionen. Foto: Steffen Schwab

Wilnsdorf.   FDP/BfW und WPU fordern Angebote in den Orten, wo Plätze fehlen. Der Rat soll den Verkauf leer stehender Grundschulgebäude stoppen.

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Die Ratsfraktionen von FDP und Bürger für Wilnsdorf sowie WPU wollen eine Zentralisierung der Kindergärten verhindern. Das Kreisjugendamt hatte sich bei der Bedarfsplanung dafür ausgesprochen, konzentriert in zentralen Orten zu planen.

Die Kritik

„Trotz vielfacher Versuche, Transparenz herzustellen, wird weiter an Problemlösungen in den Hinterzimmern der Verwaltung gearbeitet“, kritisiert Matthias Giffhorn (FDP/BfW). Anne Bender (WPU): Kreis und Gemeinde ziehen sich auf eine Landesvorgabe zurück, in der auf eine zumutbare Entfernung von maximal fünf bis sieben Kilometern verwiesen wird.“ Sofern Familien nicht über ein Fahrzeug verfügten, um ihr Kind in einen Kindergarten zu fahren, sei der Weg zur Kita aufgrund unzureichender ÖPNV-Verbindungen „mit einem unverhältnismäßigen Zeitaufwand verbunden“. Die WPU-Sprecherin sieht Gefahren für die Infrastruktur der kleinen Ortschaften: „Wofür brauchen wir Entwicklungskonzepte, wenn durch solche Vorhaben das Leben im Dorf weiter unattraktiver gemacht werden soll?“

Bürgermeisterin Christa Schuppler habe es in der Hand, ein dezentrales Angebot zu ermöglichen, heißt es in der Mitteilung der beiden Fraktionen. Als Vorsitzende des DRK-Frauenvereins, der Träger der Kindergärten in Anzhausen, Flammersbach, Niederdielfen, Oberdielfen und Obersdorf ist, habe sie Zugriff auf die Daten dieser Einrichtungen. Der Kreis habe mit den Kommunen vereinbart, dass diese sich um Immobilien und Grundstücke kümmern. „Die Wilnsdorfer Politik weiß leider bis zum heutigen Tag nicht, wie, wo und mit welchen Maßnahmen die Kindergärten in Trägerschaft des DRK-Frauenvereins dafür sorgen wollen, das sowohl ausreichend U3- als auch Ü3-Plätze vor Ort zur Verfügung stehen“, stellt Andreas Klein, Fraktionsvorsitzender von BfW/FDP, fest.

Die Forderungen

Der Rat soll nun in seiner Sitzung am Donnerstag, 14. März, ab 18 Uhr beschließen,

... dass Verwaltung, DRK-Frauenverein und die anderen Kitaträger einen Raumbedarfsplan erarbeiten, Erweiterungsmöglichkeiten der bestehenden Einrichtungen prüfen, dabei auch die leer stehenden Gebäude der Grundschulen Anzhausen, Obersdorf und Wilden einbeziehen;


... dass der Ratsbeschluss, die leerstehenden Schulgebäude in Anzhausen, Obersdorf und Wilden zu verkaufen, „bis auf weiteres“ aufge­hoben wird;


... dass die Gemeinde dem Vorschlag des Kreisjugendamts widerspricht, neue Plätze zentral einzurichten. Das Angebot müsse da geschaffen werden, wo die Plätze fehlen;


... dass die politischen Gremien an Planung und Entscheidung beteiligt werden. Dem Verweis der Bürgermeisterin auf das Jugendamt setzen FDP/BfW und WPU das Statement der Jugendamtsleiterin im Sozialausschuss entgegen, die von einem „regelmäßigen Austausch“ berichtet habe.

„Obwohl Sie sich im Rat regelmäßig für nicht zuständig erklären, scheinen Sie also nicht ganz unbeteiligt zu sein.“

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