Leben im Alter

Zehn Jahre Senioren-Service-Stellen Hilchenbach und Netphen

Die Seniorenbeauftragten Gudrun Roth (links) und Eva Vitt stoßen auf das Zehnjährige der Servicestellen an. Für die künftige Arbeit haben sie noch viele Ideen.

Foto: Ina Carolin Lisiewicz

Die Seniorenbeauftragten Gudrun Roth (links) und Eva Vitt stoßen auf das Zehnjährige der Servicestellen an. Für die künftige Arbeit haben sie noch viele Ideen. Foto: Ina Carolin Lisiewicz

Hilchenbach/Netphen.   Das langjährige Bestehen wird im Rahmen der Kinoreihe „ohne Altersbeschränkung“ im Viktoria-Kino gefeiert. Für die Zukunft gibt es viele Ideen.

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Theaterbesuche mit Fahrservice, Gedächtnistraining oder Infos zur Vorsorgevollmacht – das sind nur drei der vielen Angebote der Senioren-Service-Stellen in Hilchenbach und Netphen. Nun feierten sie ihr zehnjähriges Bestehen im Rahmen der Kinoreihe „ohne Altersbeschränkung“ im Viktoria-Kino. „Nach zehn Jahren sind wir angekommen beim Bürger, wir sind Kümmerer vor Ort geworden“, sagt Eva Vitt, städtische Seniorenbeauftragte in Netphen.

Das Zustandekommen der Senioren-Service-Stellen in den beiden Städten im Oktober 2007 ist dabei der „Zukunftsinitiative 2020 – Leben und Wohnen im Alter“ des Kreises Siegen-Wittgenstein zu verdanken. „Seitdem hat Seniorenarbeit einen anderen Stellenwert bekommen“, sagt Eva Vitt. „Wenn ich auf zehn Jahre zurückblicke stelle ich fest, dass das Angebot etabliert ist“, erklärte auch der Netphener Bürgermeister Paul Wagener in seinem Grußwort. Die Senioren-Service-Stellen würden sich kontinuierlich auf „ganz hohem Niveau“ weiterentwickeln.

Leben sollen die älteren Menschen durch die Senioren-Service-Stellen leichter. Hier gilt es noch junge aktive Senioren, aber auch die, die zu Hause Unterstützung brauchen, zu erreichen, erklärt Gudrun Roth, städtische Seniorenbeauftragte in Hilchenbach. Zahlreiche Projekte und Hilfestellungen haben die Senioren-Service-Stellen dafür in zehn Jahren geschaffen. Einige von ihnen stellten Gudrun Roth und Eva Vitt gemeinsam in einem Sketch auf der Kinobühne vor: Beide saßen dazu an Schreibtischen, nahmen vermeintliche Anrufe an und klärten die Fragen der Anrufer. So wollte „Frau Wunderlich“ am Telefon beispielsweise mehr über das Gedächtnistraining in Hilchenbach erfahren, ein anderer interessierte sich für das Theaterangebot mit Fahrservice in Netphen.

Im Viktoria-Kino war dabei fast jeder Sitzplatz besetzt, denn auch die Kinoreihe „ohne Altersbeschränkung“ der Senioren-Service-Stellen hat sich in den zehn Jahren etabliert. „Die Filme würde ich mir auch selber angucken“, sagt Gudrun Roth über das Programm. Es gehe um das gesellige Miteinander, fügt Eva Vitt hinzu. Daher gibt es bei der Kinoreihe auch immer eine Stunde vor Filmbeginn Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Der Andrang ist groß, diesmal wird nach den Festlichkeiten die deutsche Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“ gezeigt.

Alter spielt für den Hilchenbacher Bürgermeister in Bezug auf die Familienfreundlichkeit eine große Rolle. „Es ist wichtig, auch ältere Generationen miteinzubeziehen und ihnen verschiedene Hilfestellungen vor Ort zu geben“, sagt Holger Menzel. Immer mehr ältere Menschen blieben aktiv, hier sei auch der Austausch zwischen Alten und Jungen wichtig.

Erleichtern können Eva Vitt und Gudrun Roth vor allem den Alltag der älteren Menschen mit ihren vermittelnden Tätigkeiten. „Viele Senioren sind überaus dankbar“, sagt Gudrun Roth. Dabei hätten sich die Senioren-Service-Stellen nach zehn Jahren aus dem Aufgabenkatalog der „Zukunftsinitiative 2020 – Leben und Wohnen im Alter“ befreit, erläutert Eva Vitt. Auch für die kommende Zeit haben sie vieles geplant: „Wir sind randvoll mit Arbeit und haben einen Kopf voller Ideen“, so die Netphener Seniorenbeauftragte.

>>>> INFO: „Am Ende ein Fest“

Der nächste Beitrag in der Reihe „ohne Altersbeschränkung“ ist der deutsch-italienische Film „Am Ende ein Fest“. Er läuft am Montag, 13. November.

Die Vorstellung im Viktoria beginnt um 17 Uhr, Einlass ist ab 16 Uhr. Weitere Informationen gibt es online auf www.viktoria-kino.de

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