Wasserrohrbruch

Rohrbruch: Teile von Obernetphen auf dem Trockenen

Rohrbruch an der Ecke An der Netphe/Alexander-Vollmer-Straße: Bis zum Dienstagnachmittag soll das Leck wieder geschlossen sein.

Rohrbruch an der Ecke An der Netphe/Alexander-Vollmer-Straße: Bis zum Dienstagnachmittag soll das Leck wieder geschlossen sein.

Foto: Jürgen Schade

Netphen.  Das Netphener Wasserwerk arbeitet an der Beseitigung eines Wasserrohrbruchs. Die betroffenen Anwohner können Wasser aus dem Hydranten zapfen.

Ein Wasserrohrbruch beeinträchtigt die Wasserversorgung in Obernetphen und Eschenbach. Der Rohrbruch wurde an der Ecke An der Netphe/Alexander-Vollmer-Straße geortet. Der betroffene Leitungsabschnitt ist abgesperrt. Für Anwohner wurde ein Standrohr an einem Hydranten angeschlossen, das als provisorische Zapfstelle dient.

Die ersten Meldungen bei der Rufbereitschaft des Wasserwerks sind am Montagabend gegen 19 Uhr eingegangen. Der diensthabende Mitarbeiter habe die Suche nach dem Leck sofort aufgenommen, berichtet Betriebsleiter Klaus-Ulrich Hofmann. Über die Fernwirkanlage und die Kontrollzähler wird der Bereich eingegrenzt – offenkundig handelte es sich um den Bezirk, der über den Hochbehälter Wiedich versorgt wird. Der war nämlich leergelaufen.

Reparatur dauert etwa einen halben Tag

Dann wird „geschiebert“: Ein Leitungsabschnitt nach dem anderen wird gesperrt – wenn dann trotzdem Wasser nachläuft, ist die undichte Stelle gefunden. „Der Zähler rast wie verrückt“, berichtet Hofmann: Um die 1000 Liter Trinkwasser pro Minute versickern.

Nach der Suche in der Nacht wurde am Morgen die Baustelle eingerichtet – was nicht reibungslos ablief: „Die Straße war zugeparkt.“ Nach dem Ausschachten kann die Fachfirma anrücken, die das schadhafte Rohr austauscht.

Am späten Nachmittag soll das Wasser wieder laufen

Entwarnung konnte das Wasserwerk zunächst dennoch nicht geben: Irgendwo in der Nähe, so die Vermurung, war eine weitere Leitung geborsten. „Wir suchen noch“, sagt Klaus-Ulrich Hofmann am Dienstagmorgen. Vermutlich hätten die Druckschwankungen, die durch das Auf- und Zuschiebern der benachbarten Leitungsabschnitte entstanden sind, den Schaden verursacht. Am Mittag kommt die Entwarnung: Ein Schieber, der nicht richtig geschlossen war, hatte den weiteren Wasserabfluss verursacht.

Der Abschluss der Reparaturarbeiten ist in Sicht – und damit auch die Versorgung der betroffenen Haushalte : „Am späten Nachmittag ist das Wasser wieder da“, sagt Betriebsleiter Klaus-Ulrich Hofmann.

Bleibt die Ursachenforschung: „Man weiß nicht, woran es liegt“, sagt Hofmann. Das Wetter wird es wohl nicht sein: Rohre brechen oft im Winter nach starken Frostphasen oder im Sommer bei extremer Trockenheit – „das ist, anders als im vorigen Jahr, jetzt nicht der Fall.“

Einsatz ist Routine

Für das Wasserwerk ist der Einsatz Routine. Rohrbrüche dieser Art, sagt Klaus-Ulrich Hofmann, kommen etwa 20 Mal im Jahr vor. „Die kosten natürlich Geld, das tut weh.“ Mit dem Rohrbruch in Kreuztal, wo im vorigen Jahr tagelang mehrere Stadtteile auf dem Trockenen saßen, sei dien aktuelle Situation auf keinen Fall vergleichbar.

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