Brauchtum

Hubertusmesse und Tiersegnung bei St. Josef in Haßlinghausen

Zu einer Hubertusmesse, wie sie am Samstag in St. Josef gefeiert wird, gehört auch der Hörnerklang dazu; hier ein Auftritt der Jagdhornbläser Hardenberg im Mariendom Neviges.

Zu einer Hubertusmesse, wie sie am Samstag in St. Josef gefeiert wird, gehört auch der Hörnerklang dazu; hier ein Auftritt der Jagdhornbläser Hardenberg im Mariendom Neviges.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Erstmals feiert St. Josef in Sprockhövel jagdliches Brauchtum mit einer Hubertusmesse. Im Anschluss werden Tiere gesegnet.

Hubertusmesse in Haßlinghausen: Am kommenden Samstag, 9. November, wird in der katholischen Gemeinde St. Josef Haßlinghausen erstmalig ein jagdliches Brauchtum gepflegt. Gemeinsam mit der Pfarrei und Ortsgemeinde laden der Hegering Haßlinghausen, der Förderverein St. Josef und die DPSG-Pfadfinder zu diesem Fest sehr herzlich ein.

Auch Andersgläubige sind eingeladen

Willkommen sind alle Bürgerinnen und Bürger, die sich der Natur verbunden fühlen und darüber hinaus bei Hörnerklang in einer feierlichen Messe Dank sagen wollen. Dies gilt unabhängig von der Konfession, auch evangelische Christen oder Andersgläubige können sich gerne einen Eindruck von der Hubertusmesse verschaffen. Beginn ist um 17 Uhr in der St. Josef-Kirche. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Bläserkorps Buschmannshof gestaltet. Die liturgische Leitung hat Pfarrer Holger Schmitz, der ebenfalls Jäger ist.

Jeder kann sein Haustier mitbringen

Nach der Messe, etwa eine Stunde später um 18 Uhr, findet auf dem Vorplatz eine Tiersegnung statt. Wer will, kann dazu gerne sein Haustier mitbringen. Die Bereitstellung von Pavillons garantiert, dass die Segnung bei jedem Wetter stattfinden kann. Eine Anmeldung zur Messe oder zur Tiersegnung ist nicht erforderlich. Die Hubertusmesse ist der Definition nach eine instrumental erklingende Messe oder ein Jägergottesdienst. Die Veranstaltung wird jährlich zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich um den 3. November, dem Hubertustag, durchgeführt. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt. Diese Grundhaltung der „Achtung vor dem Geschöpf“ ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben