Dienstfahrzeuge

Ordnungsbehörde Sprockhövel bekommt eigenes Fahrzeug

Die Ordnungsbehörde Sprockhövel bekommt ein neues Fahrzeug, um mehr Präsenz zeigen zu können. Das Foto zeigt (v.l.) Thomas Mai (Sachgebiet Sicherheit und Ordnung), Bürgermeister Ulli Winkelmann, Angelika Densow (Sachgebiet Sicherheit und Ordnung), Thomas Tekhaus (Außendienstler Ordnungsamt), Volker Hoven (Beigeordneter).

Foto: Manfred Sander

Die Ordnungsbehörde Sprockhövel bekommt ein neues Fahrzeug, um mehr Präsenz zeigen zu können. Das Foto zeigt (v.l.) Thomas Mai (Sachgebiet Sicherheit und Ordnung), Bürgermeister Ulli Winkelmann, Angelika Densow (Sachgebiet Sicherheit und Ordnung), Thomas Tekhaus (Außendienstler Ordnungsamt), Volker Hoven (Beigeordneter). Foto: Manfred Sander

Sprockhövel.   Der Ordnungsdienst bekam gestern ein umgerüstetes Fahrzeug der Feuerwehr. Die Verwaltung hat derweil den Auftrag, ein Konzept für städtische Fahrzeuge zu prüfen.

Die öffentliche Ordnung und Sicherheit hat die Ausschüsse in der Stadt immer wieder beschäftigt. „Die Bürger wünschen mehr Präsenz der Ordnungsbehörde in der Fläche“, sagte der Beigeordnete Volker Hoven anlässlich der Vorstellung eines neuen Fahrzeugs für den städtischen Ordnungsdienst. Aufgrund der angespannten Haushaltslage muss weiterhin auf den Ausbau des Ordnungsdienstes verzichtet werden, doch die sichtbare Präsenz soll nach bei der Wahrnehmung des Ordnungsdienstes bei seinen Einsätzen draußen erhöht werden. Das Fahrzeug ist gebraucht. „Wir haben es von der Feuerwehr übernommen“, sagt Ordnungsamtsleiter Thomas Mai. Die wiederum hatte ein neues Kommandofahrzeug bekommen, und das rund drei Jahre alte Fahrzeug war dann an in die Obhut der Stadtverwaltung gewechselt. „Blaulicht darf es beim Ordnungsdienst nicht haben, aber von der technischen Ausrüstung konnten wir viel übernehmen“, so Hoven. Eine Sprockhöveler Firma überklebte die roten Karosserieflächen mit Folien, so dass es heute aussieht wie ein Polizeiauto. „Als Behördenfahrzeug können es die Bürger so besser erkennen.“

Im Zuge der Haushaltsberatungen in der vorvergangenen Woche hatte die grüne Ratsfraktion die Dienstfahrzeuge der Stadt ins Visier genommen. Die Verwaltung will künftig einige Fahrzeuge aus steuerlichen Gründen nicht mehr leasen, sondern kaufen. Ein Änderungsantrag der Grünen hatte aktuell das neue Ordnungsamtsauto im Blick, Fraktionschef Thomas Schmitz forderte einen Sperrvermerk bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge. „Wir wollen, dass die Stadt zunächst ein Mobilitätskonzept vorlegt, in dem alternativen Energien beim Antrieb der Vorzug gegeben wird“, so Schmitz. Kämmerer und Beigeordneter Hoven signalisierte zwar, dass die Verwaltung viel von einem Fahrzeugkonzept halte, erinnerte jedoch auch daran, dass Handlungsbedarf bestehe, weil zu Beginn des kommenden Jahres einige Leasing-Verträge auslaufen. „Wir brauchen eine Übergangszeit dafür“, so Hoven. Bei den anderen Fraktion stießen die Grünen auf wenig Resonanz. „Sperrvermerke sind kein Weg“, wandte etwa SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfram Junge ein. „Die Mobilität unserer Stadtverwaltung sollte nicht aufs Spiel gesetzt werden.“ Auch Torsten Schulte (CDU) lehnte das Vorgehen ab. Schmitz wandte ein, die Flotte der Stadt Sprockhövel sei nicht so groß, „schließlich steht in diesen Tagen auch so mancher Privathaushalt vor der Entscheidung, ob auf E- oder Hybrid-Autos.

Fachbereichsleiterin Angeli Bülow gab zu bedenken, dass in Sprockhövel bislang eine Infrastruktur für E-Mobilität fehle. „Die flächendeckende Einrichtung von elektrischen Ladestationen ist für eine Stadt unserer Größenordnung eine erhebliche Herausforderung, die wir nicht so schnell schultern können.“ Verabschiedet wurde der Auftrag an die Verwaltung, die Erstellung eines Mobilitätskonzeptes zu prüfen.

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