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Sprockhövel spart bei der Gleichstellungsbeauftragten

Die Gleichstellungsbeauftragte kümmert sich um die Belange aller Geschlechter und Identitäten.

Die Gleichstellungsbeauftragte kümmert sich um die Belange aller Geschlechter und Identitäten.

Foto: Getty Images

Sprockhövel.  Arbeitszeit wurde auf gesetzliches Mindestmaß reduziert. Damit ist die Gleichstellungsbeauftragte nicht mehr für alle Sprockhöveler zuständig.

Gut zweieinhalb Jahre ist es jetzt her, dass die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU, Wolfram Junge und Thorsten Schulte im nichtöffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses eine „Neubewertung der Funktion der Gleichstellungsbeauftragten“ beantragten.

Man wollte die Freistellungszeiten im Bereich des Gleichstellungsbüros „auf das Maß der gesetzlichen Vorgaben" anpassen. Hierfür sind die Stunden von „derzeit 30 Wochenstunden auf das gesetzliche Mindestmaß von 19,5 Wochenstunden zu senken“, heißt es in dem Antrag.

Kein finanzieller Spielraum in der Stadt

Er betrachte die Arbeit einer Gleichstellungsbeauftragten schon als sehr wichtig. „Aber, wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen“, sagt Junge. Es sei ein Landesgesetz, das für die Größe einer Stadt wie Sprockhövel 19,5 Wochenstunden vorsieht. „Stunden darüber hinaus hätte die Stadt selbst zu tragen und wir haben keinen finanziellen Spielraum“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Er weist darauf hin, dass das Thema Gleichstellung ein „originäres Thema der SPD“ sei. Es gebe in der gesellschaftlichen Stellung der Frau „immer noch an jeder Ecke und Kante Nachholbedarf.“ Aber mit Blick auf den angespannten Haushalt müsse alles immer wieder auf den Prüfstand.

Zusätzliche Arbeit nicht zwingend nötig

Thorsten Schulte erklärt, die Vorgängerin der jetzigen Gleichstellungsbeauftragten habe gute Arbeit geleistet. „Aber wir haben selten einen Bericht bekommen, aus dem sich zwingend ergab, dass die 10,5 Stunden zusätzlich wirklich notwendig waren.“

Deshalb ist Ina Zylla nun nur noch für die Gleichstellung in der Stadtverwaltung zuständig, nicht mehr für alle Bürger der Stadt.

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