Integration

5000 Euro an Sunderns „Bündnis für Vielfalt und Toleranz“

Ein Zuhausefür alle soll Sundern sein: Das Bündnis ruft auf zur Stärkung der Vielfalt und zur kritischen Auseinandersetzung mit Rassismus. Foto:dpa/ Karmann

Ein Zuhausefür alle soll Sundern sein: Das Bündnis ruft auf zur Stärkung der Vielfalt und zur kritischen Auseinandersetzung mit Rassismus. Foto:dpa/ Karmann

Sundern.   „Bündnis für Vielfalt und Toleranz in der Stadt Sundern“ erhält Fördermittel aus Fonds. Ausstellungen, Lesungen, Theatervorführungen geplant.

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Das „Bündnis für Vielfalt und Toleranz in der Stadt Sundern“ erhält eine finanzielle Förderung in Höhe von 5000 Euro.

Das Geld stammt aus dem „Aktionsfonds ViRaL“ (mehr dazu im Infokasten rechts) – und soll dazu dienen, die Initiative in den Jahren 2018 und 2019 in Sundern auf ein solides Fundament zu setzen.

„Wir möchten Angebote machen und Strukturen aufbauen, die dazu beitragen, dass Vielfalt in der Stadtgesellschaft anerkannt und als Chance wahrgenommen wird“, schildern die Verantwortlichen ihre Pläne. Ziel sei ein breiter gesellschaftlicher Konsens für Stärkung demokratischen Denkens und Handels – um Ausgrenzung und Rassismus entgegenzuwirken.

Einbindung weiterführender Sunderner Schulen

Um in der Stadt von möglichst vielen Bürgern wahrgenommen zu werden, sind Straßenaktionen, Ausstellungen, Lesungen, Theater- und Filmvorführungen, Workshops sowie umfassende Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen. Die Einbindung weiterführender Sunderner Schulen in das Bundesprogramm „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und die Werbung für die Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ durch lokale Betriebe und Institutionen sind weitere Bausteine. Zum Auftakt der Projektveranstaltungen gibt es beim Stadtfest/Fest der Vereine in Sundern am 2. September eine „überdimensionale“ Malaktion.

Im Oktober und November sind eine Ausstellung, eine Lesung und eine Diskussionsrunde anlässlich des 80. Gedenkens an die Pogromnacht 1938 in Planung. Außerdem sollen neue ehrenamtliche Helfer für Flüchtlingshilfe- und Integrations-Arbeit gewonnen werden.

Das Projekt sieht sich darüber ­hinaus als „Entwicklungslabor“: Durch die geplanten Aktionen soll ein gesellschaftlicher Prozess in Sundern angestoßen werden, der weitere Aktivitäten zur Stärkung der Vielfalt und zur kritischen Auseinandersetzung mit Rassismus nach sich zieht.

Ängste abbauen, Chancen aufzeigen

Ängste zuwanderungsbedingter Veränderungen sollen abgebaut, die Herausforderungen und Chancen einer vielfältigen Gesellschaft aufgezeigt werden. An diesen Themen Interessierte sind eingeladen, sich in die Bündnisaktivitäten einzubringen: Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet bereits am Dienstag, 7. August, um 18 Uhr im „Inpetto“, Hauptstraße 111 in ­Sundern statt.

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