Heimat

60 Jahre Kirchweihfest in Sundern

So war es vor 60 Jahren, da öffnete zum Kirchweihfest die „Drei Königinnen Bar“.

So war es vor 60 Jahren, da öffnete zum Kirchweihfest die „Drei Königinnen Bar“.

Foto: Privat / WP Sundern

Sundern.  Seit 60 Jahren ist das Kirchweihfest in Obersundern der Treffpunkt zum Ende der Sommerferien. Das Jubiläum feiert man aber mit normalem Ablauf.

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Ob geschüttelt oder gerührt - die Mischung macht’s. Und die stimmt bekanntlich seit nunmehr über 60 Jahren auf dem Kirchweihfest an der Christkönig-Kirche in Obersundern. Bei der Beantwortung der Frage, wie denn eigentlich einmal alles begonnen hat, muss man schon weit in die zweite Hälfte des letzten Jahrtausends zurückgehen, sagt der Heimatverein.

Aufbruchstimmung

In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts nahmen viele Städte und Gemeinden in Deutschland infolge des Wirtschaftswunders eine rasante Entwicklung - so auch Sundern. Es herrschte Aufbruchsstimmung. Die klein- und mittelständisch geprägte Industrie brummte. Der Bedarf an Arbeitskräften war enorm, so dass viele neue Familien nach Sundern zogen. In der Folge wuchs ebenfalls die Bevölkerung in Obersundern kräftig und schon bald regte sich der Wunsch nach einer eigenständigen Gemeinde und Kirche. Da ein solch großes Bauvorhaben viel Geld kostet, war es ratsam, schon einmal vorher daraufhin zu sparen. So wurde 1958 im Hinblick auf den bevorstehenden Kirchbau ein erstes Fest unterhalb der damaligen Gaststätte „Grüne Hoffnung“ ausgerichtet, 1959 wurde daraus das „Gartenfest“. Die Erlöse sollten für den Kirchenneubau verwendet werden.

1. Kompanie lud ein

1960 wurde die Christkönig-Kirche am 13. August feierlich geweiht. Im Anschluss lud die I. Kompanie der Schützenbruderschaft, als damaliger Ausrichter, die Bevölkerung ab 20 Uhr zum dritten Mal zu dem Fest an der „Grünen Hoffnung“ ein, das jetzt unter dem Namen Kirchweihfest gefeiert werden konnte. „Genau genommen findet in diesem Jahr zwar das 60. Kirchweihfest statt, aber insgesamt schon die 62. Veranstaltung“, so Hartwig Orgelmacher von den Veranstaltern.https://www.waz.de/staedte/sundern/michael-finke-fuehrt-jetzt-den-heimatverein-sundern-id213910481.html

Dass man nicht unbedingt jeden „runden Geburtstag“ als großes Jubiläum feiern kann, da war sich der Vorstand des Heimatvereins Sundern, einig. Daher wird es auch in diesem besonderen Jahr am 17. und 18. August nur ein „ganz normales“Kirchweihfest geben. Vor zehn Jahren gab es zum großen Fest noch die umfangreiche Chronik. Auf einer in diesem Zusammenhang erstellten CD mit alten digitalisierten Fotos und Super 8 Filmen war darüber hinaus die Vergangenheit wieder lebendig geworden. Chronik und CD sind noch zu haben.

Neubau längst bezahlt

Der Neubau der Kirche ist schon seit Jahrzehnten bezahlt, so dass der Heimatverein von da ab aus den Erlösen des Kirchweihfestes die Arbeit von Jugendabteilungen der Sunderner Vereine, den Kindergarten Christkönig oder die Marienschule unterstützt.

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as Kirchweihfest beginnt Samstag aufgrund der Gottesdienstordnung nicht mit der feierlichen Vorabendmesse, sondern startet um 19.30 Uhr unmittelbar auf dem Schulhof der Marienschule, den die Mitglieder des Heimatvereins in ein gemütliches Budendorf mit großem Festzelt verwandelt haben, auf der einen Seite die kulinarischen Angebote, auf der anderen die „Wettkampfstätten“. Mannigfaltige Gelegenheit, sein Glück herauszufordern oder sich sportlich zu betätigen, gibt es auf der nostalgischen Holzkegelbahn,in der Knobel- oder Losbude sowie beim Pfeilwerfen und Dosenschießen. Garantiert richtig ins Schwitzen kommen, werden die Besucher dann bei den Auftritten der Partyband „Cocktail“. Die fünf Vollblutmusiker aus Ostwestfalen blicken auf eine über 20-jährige Bühnenerfahrung zurück und sind ihrer Linie, alles absolut live zuspielen, bis jetzt treu geblieben.

Kinder-Olympiade am Sonntag

Der Kirchweihfestsonntag ist seit jeher Familientag und wartet am Nachmittag mit einer Neuauflage der Eltern-Kind-Olympiade auf, die in den letzten Jahren großen Anklang gefunden hatte. Doch zunächst startet der Heimatverein in den Sonntagmorgengemäß dem Tagesmotto mit einem Familiengottesdienst, der um 11 Uhr in der Pfarrkirche Christkönig gefeiert wird. Derweil rüstet sich der Schulhof zum Frühschoppen. Ab 12.30 Uhr gibt es wieder die schmackhafte Erbsensuppe der Vereinsköche. Später öffnet dann die Kaffeestube der kfd Christkönig mit hausgemachten Torten, Kuchen und Waffeln.

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