Schule

Allendorfer werden digitale Vorreiter

Die Grundschule Allendorf ist jetzt eine von fünf Grundschulen in NRW, die sich Digitale Schule nennen dürfen, vorne Dörthe van Berkel, Sabrina Noak und Katharina Springob, Medienbeauftragte der Schule .

Die Grundschule Allendorf ist jetzt eine von fünf Grundschulen in NRW, die sich Digitale Schule nennen dürfen, vorne Dörthe van Berkel, Sabrina Noak und Katharina Springob, Medienbeauftragte der Schule .

Foto: MINTZukunft

Allendorf.   Besondere Ehre für die Allendorfer Grundschule: In Dortmund wurde die Schule zur Digitalen Schule ernannt, und bekommt nun oft Besuch.

Die Grundschule Allendorf darf sich ab sofort „digitale Schule“ nennen, ebenso weitere vier Schulen in Nordrhein-Westfalen, die zusammen als Pilotschulen in der Schullandschaft neue digitale Wege gehen werden. Im Dortmunder Rathaus fand jetzt die Auszeichnung zur „digitalen Schule“ statt.

Den fünf NRW-Schulen wurde es zuvor durch einen Leitfaden ermöglicht, eine Standortbestimmung der eigenen Schule sowie eine Selbsteinschätzung zum Thema „Digitalisierung“ vorzunehmen und entsprechende Anregungen bereits umzusetzen. Die Initiative „MINT-Zukunft schaffen“, welche die Ehrungen vornimmt, steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär.

Kopfzerbrechen beim Katalog

Allendorfs Schulleiterin Dörthe van Berkel reiste gemeinsam mit zwei

Kolleginnen Sabrina Noak und Katharina Springob, die in Allendorf für die Medien zuständig sind, ins Dortmunder Rathaus, wo die Ehrung für die Schulen in Nordrhein-Westfalen stattfand. Der vor der Bewerbung zu erfüllende Kriterienkatalog sorgte zunächst für Kopfzerbrechen in Allendorf, denn einige Indikatoren ließen sich in einer Grundschule überhaupt nicht umsetzen: „Wir haben es aber geschafft, den Kriterienkatalog für uns zu überarbeiten, so dass wir schließlich ein ganz eigenes Konzept erarbeiten konnten und haben diese Überarbeitung ebenfalls nach Berlin geschickt“, so Dörthe van Berkel.

Es waren aber noch weitere Schritte notwendig: „Außerdem haben wir im Laufe des Jahres 2018 unser schulinternes Medienkonzept vollständig überarbeitet und viele neue Ideen und Impulse auf den Medienkompetenzrahmen für NRW abgestimmt. Es ist ein langer Weg, den wir angetreten haben, aber wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung und ein erstes Zwischenziel ist nun erreicht.“ Seit 2017 hat die Grundschule gemeinsam mit dem Förderverein viele Vorschläge und Anregungen der Elternschaft aufgenommen, diskutiert und bereits umgesetzt.

Gutes Fundament

Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Kriterienkatalog der Ausschreibung erkannte die Allendorfer Grundschule, dass sie mit der Anschaffung von Laptops und Tablets durch den Förderverein ein gutes Fundament für die bevorstehende Digitalisierung gelegt hatte.

Die im Sommer 2018 installierten interaktiven Whiteboards, welche als Pilotprojekt gemeinsam mit der Stadt Sundern angeschafft wurden, haben sich als großer Gewinn für die Unterrichtspraxis herausgestellt. „Regelmäßig besuchen uns andere Schulen aus dem Hochsauerlandkreis, um Ideen für den alltäglichen Unterricht von den Kolleginnen zu erhalten“, erklärt Dörthe van Berkel.

Wie geht es weiter?

Doch wie geht es jetzt weiter in Allendorf? Das Schild „Digitale Schule“ hängt seit einigen Tagen im Eingangsbereich der Schule und das neue Medienkonzept wurde schon Mitte Oktober an die Stadt Sundern übergeben.

Um die Einsatzmöglichkeiten der Whiteboards vollends auszuschöpfen, muss hier nun dringend der nächste Schritt gemacht werden: Es müssen leistungsstarke Endgeräte für die Unterrichtsvorbereitungen und die anschließende Durchführung angeschafft werden. „Unser Kollegium ist motiviert und bereit“, sagt Dörthe van Berkel zu den nun anstehenden Aufgaben.

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